| Aus der Heimat heute | |
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von Hans Dzieran
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Der Friedensschluß zu Tilsit - für Preußen eher ein Geschehnis der Schmach und Schande - war für die Franzosen ein großer Triumph in ihrer Geschichte. Kaiser Napoleon hatte fast ganz Europa okkupiert, Preußen niedergeworfen und den russischen Zaren ruhiggestellt.
In wenigen Monaten, im Sommer 2007, jährt sich das historische Ereignis zum 200. Mal. Für die Franzosen Anlaß genug, diesen Markstein ihrer Geschichte mit gehörigem Pomp zu feiern. Schauplatz der Feierlichkeiten soll die Stadt am Memelstrom sein, wo die Friedensverhandlungen stattfanden und die Verträge unterzeichnet wurden, auch wenn diese Stadt nicht mehr ihren historischen Namen Tilsit trägt. Hochrangige französische Abgesandte suchten in den letzten Monaten mehrfach den Ort auf, der sich heute Sowjetsk nennt, um Vorbereitungen für die Jubelfeier zu treffen. Das hat die Tilsiter Stadtoberen aufgescheucht. Zwar war der Friede zu Tilsit für die Russen wahrlich kein Ruhmesblatt, doch die Aussicht, Austragungsort einer Festivität von europäischer Dimension zu sein, macht mobil. Es gelte, sich dessen würdig zu erweisen - schließlich, so heißt es, seien doch in Tilsit die Grundlagen moderner Politik gelegt worden und sicher werde das Ereignis zahlreiche europäische Politiker auf den Plan rufen. |
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Die Fotos zeigen, wie sich die Stadt herauszuputzen beginnt. Baumaschinen rücken auf den wichtigsten Straßen den Schlaglöchern zu Leibe und asphaltieren die Fahrbahn |
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| Autor: © 2006 Hans Dzieran Fotos: Jakow Rosenblum Quelle: Heimatrundbrief "Land an der Memel" Nr. 78/2006 |