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von Hans Dzieran
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Zum herausragenden Ereignis wurden die Feierlichkeiten zum "Tag des Sieges", der sich 2005 zum sechzigsten Mal jährte. Gefeiert wurde fünf Tage lang, vom 6.bis10.Mai mit einer Fülle von Veranstaltungen, u.a. einem Wachaufzug, einer Militärparade, Konzerten, Ausstellungen, Sportveranstaltungen und einem öffentlichen Feldküchenessen. Zu Ehren des 54.Schützenkorps, dessen Einheiten in der Nacht vom 19. zum 20. Januar 1945 Tilsit eroberten, wurde ein 18 t schwerer Findling mit einer Granitplatte eingeweiht. Jubelfeiern sind auch in Zukunft vorgesehen. Animiert durch die Absicht der Franzosen, die 200. Wiederkehr des Friedens zu Tilsit am Ort des Geschehens zu zelebrieren, setzte geschäftiges Treiben ein.. Auf einer Pressekonferenz gab Pressesprecher Firsikow bekannt, dass die Stadt der Vorbereitung auf die 200-Jahrfeier des Tilsiter Friedens große Bedeutung beimesse. Das sei ein Ereignis von europäischer Dimension, das hochrangige Politiker auf den Plan rufen werde, seien doch in Tilsit die Grundlagen moderner europäischer Politik gelegt worden. Eine Konferenz zur Vorbereitung des Tilsiter Friedensjubiläums beschloß, die Napoleonslinde mit einer Einfriedung und einer Besucherplattform zu versehen. Ferner wird dort ein Parkplatz angelegt. Auf dem ehemaligen Schlossplatz soll eine Stele errichtet werden, die an den Friedensschluß erinnert. Auch ein wissenschaftliches Kolloquium, das zum Gedenken an Prof. Rutman unter starker Beteiligung von Regional- und Heimatforschern stattfand, richtete den Blick auf den Tilsiter Frieden. Rutman habe - so Bürgermeister Swetlow in seiner Eröffnungsrede - die Stadt Tilsit nicht nur in Russland bekannt gemacht, sondern weit darüber hinaus. Das spiele in der gegenwärtigen Vorbereitung auf das Jubiläum des Tilsiter Friedens eine große Rolle - hier bahne sich ein Ereignis internationalen Ausmaßes an. Angesichts einer solchen Herausforderung begann sich die Stadt herauszuputzen. Straßenbauarbeiten allerorten und eine Aufpolierung für das Hotel Rossia. Unternehmer Abarius, der die Immobilie von der Stadt erworben hat, modernisiert das Hotel nach europäischem Standard. Ein Anbau verfügt über einen Festsaal, Fahrstühle und Luxus-Appartements. |
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Auch die verkehrsmäßige Isolierung der Stadt scheint überwunden. Die seit 2001 eingestellte Regionalzugverbindung Insterburg - Tilsit ist wieder in Betrieb genommen worden. Seit 15. Juli befährt ein Schienenbus zweimal täglich die Strecke. Die Bewohner der Stadt plagten immer noch die alten Sorgen. Nach wie vor drohte das Gespenst der kalten Heizkörper. Zwar verfügt das Wärmekraftwerk in der Zellstoff-Fabrik nunmehr über einen Erdgasanschluß, aber wegen beträchtlicher finanzieller Außenstände bei der Begleichung der Wärmelieferungen müsse man mit Abschaltungen bei Fernwärme und Warmwasser rechnen. Die Stadt sah sich gezwungen, gegen säumige Zahler rigoros vorzugehen und kündigte Zwangsräumungen an. Eine gute Nachricht gab es doch noch. Wenigstens für den Tilsiter Elch ist die Zeit der Vertreibung beendet. Er darf wieder nach Tilsit zurückkehren, sobald einige finanzielle Fragen geklärt sind. |
| Einweihung des Soldatenfriedhofs in Tilsit |
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Im Zusammenwirken von Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Stadtgemeinschaft Tilsit und Stadtverwaltung Sowjetsk ist auf dem Gelände des Waldfriedhofs ein Soldatenfriedhof entstanden. Etwa 900 identifizierte Wehrmachtstote wurden umgebettet. Jedes der drei Einbettungsfelder hat eine 2 m hohe Steinstele, die die Namen der toten Soldaten enthält. Ferner gibt es 18 Gruppenkreuze als symbolische Kennzeichnung des Soldatenfriedhofs. |
| Autor: © 2006 Hans Dzieran, Vorsitzender der Schulgemeinschaft SRT (Realgymnasium/Oberschule für Jungen zu Tilsit) ; Quelle: SRT-Mitteilungen Nr. 46/ März 2006 |