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von Heinz Csallner
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Nach dem siegreichen Ausgang des deutsch-französischen Krieges 1870/71 und der erfolgten Reichsgründung am 18. Januar 1871 entstanden im ganzen Deutschen Reich einzigartige Kunstwerke in Form von verschiedenartigsten Kriegerdenkmälern. Sie erreichten eine beachtliche Höhe und zeigten die preußischen Insignien: Lorbeerkranz, Eichenlaub, EK, kunstvolle Ornamentik und Girlanden, Medaillons der beiden deutschen Kaiser Wilhelm l. und Friedrich III., die Jahreszahl 1870/71 mit Widmung, Zitaten und den Namen der Gefallenen. Gekrönt wurden diese Denkmäler meist durch einen mächtigen Preußenadler, durch eine Germania-Figur oder durch einen Siegesengel. |
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Wenn wir das hohe Kriegerdenkmal 18701/71 in Tilsit näher betrachten, so erkennen wir einen breiten, vierfach gegliederten, leicht geschwungenen weißen Sockel, der auf einem treppenartigen Unterbau steht. Auf allen Seiten des Sockels befanden sich Inschriften auf dunklen Marmorplatten. Auf allen vier oberen Seiten des Sockels erhob sich jeweils ein Preußenadler mit gespreizten Flügeln. Auf dem Sockel folgte der Aufbau, der in eine hohe, schlanke, runde Säule überging, die von einem Kapitell abgeschlossen wurde.Darauf stand auf einer kleinen Kugel weithin sichtbar der Siegesengel mit zwei großen Flügeln, in der rechten, ausgestreckten Hand den Siegeskranz haltend. Die Gesamthöhe dieses beeindruckenden Kunstwerkes betrug über acht Meter. |
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Das am 18. Oktober 1894 eingeweihte Denkmal war von einem runden Eisengitter umgeben und stand vor hohen Laubbäumen in einem kleinen Park vor der Kirche, es wurde bei den heftigen Kämpfen Anfang 1945 zerstört; geblieben ist die Erinnerung. |
| Autor: © 2001 Heinz Csallner (Text und Bild) Quelle: "Tilsiter Rundbrief " Nr. 31/2001 |