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Vierter Besuch der alten Schule
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Nun schon zum vierten Mal reisten Tilsiter Oberschüler offiziell in ihre alte Schule "Überm Teich". Es war eine stattliche Gruppe von 9 Schulkameraden mit ihren Partnern, die der Chef des Hauses, Oberst des medizinischen Dienstes Beloussow begrüßen konnte. Er war sehr davon angetan, daß das Interesse von Mal zu Mal gewachsen ist. Beim ersten Mal, im Oktober 1996, bestand das Grüppchen aus 4 Schülern, im September 1998 waren es 6, im Mai 2000 kamen 7 und nun, im Juni 2004, waren es immerhin 9 - in alphabetischer Reihenfolge Dr. Enno Dieckhoff, Hans Dzieran, Horst Haut, Manfred Hofer, Dr. Joachim Kirsch, Heinz-Günther Meyer, Horst Rattay, Dieter Wegerer und Klaus Widera. In den SRT-Mitteilungen Nr.42 hatte Hans Dzieran zur Teilnahme an der Reise aufgerufen und den Besuch gründlich vorbereitet Und nun war es soweit. Wir betraten das Gebäude, aus dem wir vor genau 60 Jahren in die Sommerferien gingen. Der erste Eindruck: Das Gebäude, das heute auf 90 Jahre seiner Existenz zurückblicken kann, ist immer noch gut in Schuß. Das ist bemerkenswert und erfreulich angesichts des verfallenen Bauzustands in der Stadt. Aber als Militärhospital des Oberkommandos der Baltischen Flotte hat man hinsichtlich der Bereitstellung von Haushaltsmitteln und Instandhaltungskapazität natürlich bessere Karten als beispielsweise die Stadtverwaltung oder zentrale Bildungseinrichtungen. |
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![]() Im Juni besuchten Tilsiter Oberschüler zum vierten Male ihre alte Schule. Von links: Horst Rattay, Manfred Hofer, Hein-Günther Meyer, Dr. Erno Dieckhoff, Hans Dzieran, Dieter Wegerer, Dr. Joachim Kirch, Horst Haut, Klaus Widera Foto: Regina Dzieran |
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Der Rundgang durch die Schule führte durch alle Etagen, immer wieder unterbrochen durch lebhafte Erörterungen, wo denn die Treppe zu Buddas Zeichensaal hochging, wo- einst die Aula war, wo Stips in seinem Physikraum hantierte oder wo in der Turnhalle die Kletterstangen standen. Das Kramen in Erinnerungen wollte kein Ende nehmen und das Wiederfinden war oft nicht einfach - vieles hatte sich in den zurückliegenden 60 Jahren verändert. Beim anschließenden Empfang im Zimmer des Kommandeurs nahm Hans Dzieran Gelegenheit Grüße der Stadtgemeinschaft Tilsit zu überbringen. In einer Grußbotschaft des Vorsitzenden der Stadtgemeinschaft Horst Mertineit hieß es u.a.: Die guten Kontakte zwischen der Schulgemeinschaft ehemaliger Schüler und der Leitung des Militärhospitals dienen dem besseren Verstehen zwischen alten und neuen Bewohnern der Stadt am Memelstrom. Die gemeinschaftliche Bewahrung der geschichtlichen und kulturhistorischen Vergangenheit ist für ein ehrliches und friedliches Miteinander von großem Nutzen." Zur Erinnerung an das alte Tilsit wurden Bilder, historische Alben, Stadtpläne, Krawatten und Tücher mit dem Tilsiter Stadtwappen und andere Mitbringsel namens der Stadtgemeinschaft übergeben. Oberst Beloussow hob hervor, daß die Bewahrung des kulturellen Erbes der Schule als ein gemeinsames Anliegen betrachtet werde und in Traditionsecken seinen Ausdruck finde. Zum Ausbau eines Schulmuseums überreichte man mehrere tausend Rubel, die von den anwesenden Schulkameraden als Spende zur Verfügung gestellt wurden. |
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Bei einem Schlubberchen Hochprozentigen wertete Oberst Beloussow in seinem Trinkspruch die Begegnung in dem erinnerungsträchtigen Gebäude zwischen ehemaligen Schülern und den heutigen Hausherren als wertvollen Beitrag zur Vertiefung gutnachbarlicher Beziehungen. Abschließend gab Hans Dzieran der Genugtuung Ausdruck, daß die alte Schule nicht vergessen sei, daß die Erinnerung wachgehalten werde in dem ehrwürdigen Bau, der heute humanitären Zwecken bei der Heilung und Rehabilitation kranker Menschen diene. Für diese edle Aufgabe wünschte er dem Ärzteteam gutes Gelingen und viel Erfolg. |
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| Autor: © 2004 SRT-Redaktionsgruppe Quelle: 1) SRT-Mitteilungen Nr. 43 2) Heimatbrief "Land an der Memel" Nr.75/2004 3) Tilsiter Rundbrief Nr. 34/2004 |