| Kirchspiel Trappen | ||
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von Erich Dowida
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Anhand von Funden bei Ausgrabungen wird angenommen, daß bereits vor dem Eintreffen des Deutschen Ordens der altpreußische Volksstamm der "Nadrauner" im Ortsgebiet gelebt hatte. Erster Nachweis wird seit 1613 im Amt Kassigkehmen verzeichnet. Der Ort wird als Königliches Bauerndorf bezeichnet, und war bis 1845 der Kirche in Wischwill zugeordnet, danach der Kirche in Schmalleningken, und ab 1921 dem Kirchspiel Trappönen. Ab ca. 1800 besaß Schillehnen an der Memel ein einklassige Schule, die um 1930 vollständig erneuert wurde. |
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| Entsprechend den Bedürfnissen hatte sich das Gewerbe und Handwerk etabliert. Etwa 92 bebaute Grundstücke mit 428 Bewohner waren im Jahre 1938 nachgewiesen.
Erwerbsmöglichkeiten wurden im Staatsforst, der Ziegelei in Trappen und zum Erhalt der Schiffbarkeit des Memelstromes ausreichend geboten. |
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Der Osten des Ortes war zugleich die Grenze zu Litauen, der Süden und Westen war begrenzt durch den Staatsforst. Im Norden zog sich der Memelstrom entland |
| letzte Statistik 1939: |
Anmerkung :Ort und Wohnplätze zugehörig zu ev. Ksp. Trappen |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Gibt es noch Waldheide an der Memel ??
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| Auszug aus einem Reisebericht von Frau Lilli Muth geb. Szillat aus dem Jahre 1996 (aus Land an der Memel Nr. 59/1996) |
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Am Weg zur ehemaligen Memelfähre steh noch das Haus von Heidemanns Gaststätte, außerdem die Schule, zwei Gebäude von Schelmat, die beiden zuletzt an der Lausdehner Chaussee (nach Haselberg) gebauten Häuser (Forsthäuser ?), wogegenüber Schwarz mit seiner Heringsräucherei war. |
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![]() Volksschule Waldheide 1996 (Bild: Lilli Muth) |
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Gegenüber von Heidemanns, wo einst die Gendarmerie war, stehen zwei nach dem Krieg gebaute Holzhäuser. Die Grenze nach Litauen an der Chaussee nach Sudargas ist wieder bewacht: das Ziegelgebäude der Zollstation am altbekannten Schlagbaum steht noch. |
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Von den Grundstücken der Familien Girnus, Kich, Szillat, Sambals, Voltz und Krowinus, von den Häusern Schulmeistrat, Zurkow, Baltruschat war nichts mehr auffindbar! Überwachsene Schutthaufen und Erdtrichter - besonders zum Husarenberg hin - und verschüttete Erdkeller sind letzte Spuren dortiger Ansiedlung und lassen Beschußeinwirkungen vermuten. Auch der größte Teil der Bäume ist jünger als 50 Jahre und half uns nicht bei der Orientierung. Die Erinnerungen an die von unseren Eltern gepflanzten Birken und Fliederbüsche half uns nicht beim Suchen im dichten Waldgestrüb. Bruch und Schulteich sind vollständig zugewachsen- sicher eine Folge der seit dem Bau des Staudamms in Kaunas ausbleibenden Hochwassers. Auch die Wege sind überwachsen und geben daher keine Orientierungshilfe ab. Die Straße zur einstigen Memelfähre ist in Schlechtem Zustand und wird nur bei landwirtschaftlichen Arbeiten in den Memelwiesen benötigt. Das kleine Zollhaus und die Fähre gibt es nicht mehr. In der Silhouette Schmalleningken fehlt die Kirche, die erst nach dem Krieg abgebrannt sein soll. Auch auf dem ehemaligen Friedhof fanden wir uns nur mit Mühe durch das Dickicht. Wenige Grabsteinreste und verstreute Grabeinfassungen markieren die Stelle. Frische Grabspuren zeigen, daß hier noch immer nach vergrabenen Reichtümern gesucht wird. Wer von unseren armen Vorfahren hatte hier schon Goldzähne?. Es schmerzt noch immer, zu sehen, daß das damals Aufgegebene nutzlos verfallen ist und vergeht ! |
| Sonstige Beiträge : | |
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Erinnerungen an Waldheide (Schillehnen) an der Memel |
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Grundstückeigentümer und Einwohner in Waldheide mit Zuordnungsnummern zur Dorfskizze (671 KB) |
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Gedenktafel der Gefallenen und Vermißten des 2.Weltkrieges und der Einwohner, die durch das Fluchgeschehen verstorben sind (249 KB) |
| Diese Seite wurde mit freundlicher Unterstützung durch Erich Dowidat (© 2001), dem Kirchspielvertreter für Trappen in der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V. erstellt | |