| Geschichte | |
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| - Die Ausweisung der Salzburger Glaubensflüchtlinge 1732 - | |
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von Botho Eckert
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In seinem Buch über die Salzburger Emigrationsgeschichte von 1737 berichtet Gerhard Gottlieb Günther Göcking über die Vertreibung der Salzburger Protestanten in das Land, in dem der Wald voll mit Bienen und Honig und die Weiden voll Milch liefernder Kühe sind.
Nach dem allgemeinen Empfang in Berlin durch den König ging es auf verschiedenen Landwegen oder mit Segelschiffen ab Stettin zunächst nach Königsberg und dann weiter auf Landwegen, aber auch auf Kähnen auf dem Pregel nach Preußisch-Litauen. Von Berlin zum Schiffstransport nach Stettin gelangten die Siedler auf der Landstraße über Angermünde oder auch erst mit dem Wagen bis nach Küstrin und sodann mit Kähnen auf der Oder nach Stettin. |
| Schriftlich dokumentiert sind: |
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20 Transporte zu Wasser mit insgesamt 66 Schiffen. Von den 10.780 transportierten Personen erreichten 10.265 das Ziel. 515 Menschen überlebten die anstrengende Reise nicht. Je nach Witterung benötigten die Schiffe bis zu sechs Tage. Obwohl die Transporte aus je 4 - 6 Schiffen bestanden, fuhren sie nicht im Verband. 10 Transporte auf dem Landweg mit insgesamt ca. 1.000 Wagen und etwa 1.400 Pferden. Somit waren rd. 600 Einspänner und 400 Zweispänner eingesetzt. Von den 5.533 Personen erreichten 5.243 ihr Ziel. Bei Tagesstrecken von 15 bis 42 km benötigten sie für die ca. 600 bis 650 km von Berlin nach Königsberg 30 Fahrtage zusätzlich einiger Ruhetage. Nach anderen Quellen gelangten insgesamt 20.694 Salzburger Emigranten bis 1733 nach Ostpreußen. Gemäß Göcking waren es 15.508 Menschen, die 1732 einwanderten. |
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Autor : © 2009 Botho Eckert
Quelle : Heimatrundbrief "Land an der Memel" Nr. 84/2009 |