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Am südlichen Hochufer der Memel gelegen, war Ragnit eine Burg(Raganita) des altpreußischen Stammes der Schalauer . Etwas memelabwärts erhebt sich am Nordufer der Memel der Berg Rombinus, der, von Sagen umworben, angeblich eine heidnische Kultstätte ist; Bergrutsche haben im 19 Jh. seine Gestalt verändert. |
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Die Burg Ragnit wurde 1397-1409 völlig neu erbaut, westlich von dem alten Burgberg an ihrer heutigen Stelle. Sie ist das Wahrzeichen von Ragnit geblieben, war eine der stärksten Festungen des Deutschen Ordens und hat alle Stürme der Zeit überstanden.
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An ihrem Bau war maßgeblich der Meister Nikolaus Fellenstein beteiligt, der bei der Ausgestaltung der Marienburg und anderer Burgen mitgewirkt hat; auch Wandmalereien aus der Ordenszeit sind erhalten geblieben. Der Orden plante um 1409 auch die Gründung einer Stadt in Ragnit. Unglückliche Ereignisse (Tannenberg, 1410) haben diesen Plan vereitelt. Der Burgflecken war jedoch um 1400 eine bedeutende Marktsiedlung. 1390 wurde Ragnit neben Memel als Markt im Grenzverkehr mit Litauen vorgesehen Eine der großen Heerstraßen des Deutschen Ordens führte über Insterburg nach Ragnit, das Ausgangspunkt mehrerer Wege nach Norden in die Wildnis und nach Samaiten war. Sie werden in den Wegeberichten. des Ordens verzeichnet. Dem Komtur von Ragnit unterstanden auch die Burgen Tilsit und Labiau mit ihren Gebieten. Nach 1525 blieb Ragnit Sitz eines Amthauptmanns, doch war das Hauptamt wesentlich kleiner als die ehem. Komturei; es umfaßte etwa den späteren Kreis Ragnit und den größten Teil des Kreises Pillkallen. |
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Ragnit wurde von Tilsit überflügelt, das 1552 Stadtrecht erhielt, während Ragnit Marktflecken blieb. Erst 1722 wurde Ragnit von Friedrich Wilhelm I. in formloser Weise durch Verwaltungsakt ohne besonderes Privileg zur Stadt erhoben blieb jedoch im Schatten von Tilsit eine kleine Landstadt.
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Der Stadtplan beruht auf einem Entwurf von Schultheiß v. Unfried . Im 7jährigen. Kriege wurde Ragnit 1757 von den Russen zerstört. Der Neubau der Kirche erfolgte 1772. |
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| Das Ende von Ragnit : | |
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Anfang 1945 fand das vorläufige Ende der Stadt Ragnit statt. |
![]() Die Zellstofffabrik |
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Am 17.Januar 1945 überschritten die russischen Truppen die Memel und zogen kampflos in die Stadt Ragnit ein. Reste der zivilen Bevölkerung fielen in die Hand der Russen. Bis zum 22.Janar 1945 wurde der ganze Kreis von den Sowjets besetzt. Die Schäden in Ragnit waren nicht alzu groß. Am schwersten hat der markt. und ein Teil der Hindenburgstraße gelitten. Die Zellstofffabrik Ragnit ist wieder in Betrieb genommen worden. Die Sperrholzfabrik wurde total demontiert. |
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| Wappen | |
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Das Wappen zeigt in Blau auf grünem Boden über blauem Wasser eine silberne Stadtansicht mit dem darüber fliegenden naturalistischen preußischen Adler, über diesem schwebt ein goldenes Gottesauge |
| Das Schloß | |
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Das Schloß wurde in den Jahren 1399 bis 1408 erbaut. Schloß des deutschen Ordens : Massiver Ziegelbau, 59 m im Geviert. Das Innere wurde mehrfach nach Bränden umgebaut. Das Küchengewölbe auf Granitstützen und drei gewölbten Gemächer über dem Tor sind erhalten. In einem Gemach befinden sich heraldische Malereien von 1440. Das Gebäude wird als Gericht und Gefängnis genutzt.
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![]() Das Schloß in Ragnit vor 1944 |
| Zugehörige Wohnplätze : |
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Die Stadt Ragnit hatte nach der Volkszählung vom 17.05.1944 :
Einwohner : 10.094 - Fläche von : 2.378 ha Zur Stadt gehörten folgende Ortsteile und Wohnplätze (Stand 1.08.1944):
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| Kartenmaterial: Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Bilder: 2x Kreisarchiv - 2x Fritz Brix |