| Kirchspiel Sandkirchen | |
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von Walter Broszeit)
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Bei den Vermessungen für Separationszwecke des Amtes Lesgewangminnen im Jahre 1774 ist das Gebiet südlich des Dorfes Lindbach (Dickschen), also der Raum des späteren Dorfes Klein Rudminnen, als Königl, Wald ausgewiesen. Als einzige Ansiedlung ist hier zu diesem Zeitpunkt ein Cöllmisches Gut verzeichnet. Nach J.F. Goldbeck ist Klein Rudminnen, auch Szirnuppen genannt, 1785 ein Cöllmischer Ort mit 3 Feuerstellen im Amt Lesgewangminnen. 1818 ist der Ort unter der Bezeichnung Rudiminen als chatull-köllmisches Dorf mit 4 Feuerstellen und 16 Seelen erfaßt. Es handelt sich hier zweifelfrei um die späteste Ansiedlung im Bereich des späteren Kirchspiels. Offenbar sind die ersten Kölmer Siedler in dem recht unwirtlichen Gelände mit der weiteren Erschließung nicht vorangekommen, so daß die weitere Besiedlung durch die Forstbehörde mit Chatullsiedlern fortgeführt worden ist. Die im Norden an Lindbach, im Osten an dem Lindershorster Forst, im Süden an der Chaussee Ragnit-Haselberg und im Westen an Wietzheim angrenzende Gemarkung war von einem von der Kackscher Balis zum Ostfluß führenden Hauptkanal und 2 Nebenkanälen durchzogen. Vermutlich sind diese Entwässerungsmaßnahmen, die auch die weitere Erschließung des Gemeindegebiets ermöglichten, von der Lossow´schen Siedlung Königshuld ausgegangen, da die Verschreibung an von Lossow bereits solche Maßnahmen erwähnt. Trotz der Erschließungsschwierigkeiten war der kargen Landschaft eine urbare Fläche, wenn auch nur mit dem bescheidenen Gemeinde-Durchschnittshektarsatz von 440,-RM, von 156 ha abgerungen worden. |
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Mit 12 Hofstellen und 58 Einwohnern im Jahre 1939 war Kleinruden eine der vielen Kleingemeinden in den östlichsten Kreisen. Wie in allen Kleingemeinden, bestand auch hier die Gemeindevertretung nur aus dem Bürgermeister und 2 Schöffen. Beschlüsse wurden durch die Gemeindeversammlung getroffen. Letzter Bürgermeister war: Gustav Balschuweit. Schulorte waren die Gemeinden Wietzheim und Lindbach, mit den die Gemeinde jeweils im Schulverband zusammengeschlossen war. Einer gewerblichen Tätigkeit gingen nach: Außer einer Arbeiterfamilie, die bei dem größten Bauern Adolf Sinnhuber beschäftigt war, waren keine weiteren Arbeiterfamilien ansässig. Mit Ausnahme von 2 größeren Höfen bestanden nur mittlere und kleinere Anwesen. Gelegentliche Nebeneinnahmen verbesserten den Lebensstandart der kleineren Besitzungen. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse allgemein, war nach der Struktur der Gemeinde und der isolierten Lage nicht möglich. Andererseits waren die Lebensbedingungen in vielen anderen Kleingemeinden auch nicht viel besser. |
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| Autor: © 1971 Walter Broszeit Quelle: "Das Kirchspiel Sandkirchen Kreis Tilsit-Ragnit" Herausgeber Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V - Ausgabe Oktober 1975 |
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letzte Statistik 1939:
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Anmerkung: |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
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Dorfskizze mit Verweisliste zu den Grundeigentümern/Mietern (2 Seiten ca. 340 KB) |
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