| Blick über den Memelstrom | |
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Durch die als Folge des Krieges 1919 bewirkten Abtretung des Memelgebietes an Litauen wurden die ev. Kirchenkreise Tilsit und Ragnit neu geordnet. Auch nach der Rückkehr des Memelgebietes in das Deutsche Reich hatte man den Kirchenkreis Pogegen als eigene Diözese bestehen lassen und die früheren kirchenorganisatorischen Verhältnisse nicht wiederhergestellt. Folgende dem ev. Kirchenkreis Pogegen angehörige Kirchenspiele gehörten politisch ab 1.10.1939 wieder zum Kreis Heydekrug :
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Folgende Kirchspiele des ev. Kirchenkreises Pogegen gehörten politisch ab 1.10.1939 zum Kreis Tilsit-Ragnit: |
| Pogegen (Ordenswalde) |
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letzter Pfarrer : Jakob Labrenz
Die Gründung des Kirchspiels und der Bau des Gotteshauses erfolgten während der Abtrennung des Memelgebietes vom Deutschen Reich. |
| Nattkischken |
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letzter Pfarrer : Heinrich Zippel
Nach Beilegungen von Schwierigkeiten seitens der Kirchspiele Coadjuthen und Piktupönen wurde durch Abzweigung von diesen Parochien Nattkischken als selbstständige Seelsorgebezirk am 1.April 1895 anerkannt. Es war ein unverputzter Backsteinbau im neugotischen Stil mit einem Turm über dem gewölbten Altarraum. Der Inneraum schloß nach oben mit einem Tonnengewölbe ab.Altarmensa und Kanzelfuß waren gemauert, die Kanzel aus Holz gearbeitet. Über dem Altartisch erhob sich ein hohes hölzernes Kreuz . Die Orgel wurde in der Königsberger Werkstatt von Novak erbaut. Die Kirche hatte drei Glocken. |
| Laugszargen |
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letzter Pfarrer : Hans Killus
Schon 1864 war Laugszargen als eigener Seelsorgebereich von Willkischken abgezweigt worden, aber erst 1899 wurde es selbstständig, nachdem bereits Kirche und Pfarrhaus vorhanden waren. |
| Piktupönen |
| letzter Pfarrer : Heinrich Dauskardt
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| Willkischken |
| letzter Pfarrer : Franz Leidereiter
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| Szugken |
| letzter Pfarrer : Johannes Jucknat
Nach der Gründung des Kirchspiels im Jahre 1900 erhielt die Gemeinde 1904 als Gotteshaus einen unverputzten Backsteinbau mit Turm. |
| Wischwill |
| etzter Pfarrer : Erich Moser
Die Kirche wurde Mitte des 16.Jahrhunderts auf Veranlassung Herzog Albrechts erbaut und war bis 1609 mit Insterburg verbunden. |
| Schmalleningken |
| letzter Pfarrer : Wilhelm Grodde
(das o.a. Bild zeigt die Kirche aus der Zeit vor 1944 - Sammlung H.-E. von Knobloch)
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| Die drei Kirchspiele des Kirchenkreises Pogegen, die zum Kreis Heydekrug gehörten : |
| Coadjuthen |
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letzter Pfarrer: Bruno Sziel Das seit 1568 bestehende Kirchspiel erhielt 1574 eine Fachwerkkirche, 1685 wurde der Turm angebaut. Während den Kriegszeiten 1656 und 1678 wurden große Teile des Inventars zerstört.Die 1685 erneuerte Kirche mußt aus baulichen Gründen Anfang des 18.Jahrhunderts abgebrochen werden. Am 10.Juni 1733 fand die Grundsteinlegung für ein neues Gotteshaus statt, das am 1.April 1734 eingeweiht wurde. Es war ein massiver Bau aus verputzten Feldsteinen und Ziegeln mit einem vorgelegten hölzernen Turm im Westen, in dem sich zwei Glocken befanden. |
| Plaschken |
| letzter Pfarrer : Hans Kuhrke
Seit der Reformationszeit wurde der Ort von Kuckerneese aus versorgt. Plaschken wurde im Jahre 1695 zum Kirchspiel erhoben. Noch im gleichen Jahr wurde eine Holzkirche gebaut., die jedoch wenig später durch Blitzschlag vernichtet wurde.
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| Rucken |
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letzter Pfarrer : Kurt Schmidt Als Entlastung der Gemeinde Tilsit-Land wurde durch Abzweigungen von Coadjuthen, Piktupönen und Plaschken am 20.Mai 1858 der Seelsorgebezirk Rucken gegründet, doch wurde das selbständige Kirchspiel mit einem eigenen Pfarrer erst ab 1.Mai 1870 konstituiert. Nach dem in den ersten Jahren die Gottesdienstes in einem provisorischen Bethaus und in den Schulräumen hatten stattfinden müssen, wurden am 11.Juli 1886 die Kirche und am 7.November des selben Jahres die Orgel eingeweiht. |
| Quelle : Tilsit-Ragnit, Stadt und Landkreis, ein ostpreußisches Heimatbuch Autor: Fritz Brix ( Holzner-Verlag Würzburg 1971) |