Kirchspiel Sandkirchen
Erinnerungen an die Gemeinde Hohenflur ( vor 1938 Alt Krauleidszen) am Ostfluß (Szeszuppe)
Eine Chronik von Emil Meyer

Die Ortschaften entlang der Szeszuppe hatten größtenteils litauische Namen, so auch das Dorf Alt-Krauleidszen, verdeutscht "Blutlassen". Hierzu eine alte Sage:

Die angrenzende Ortschaft Aszen (Auszei), verdeutscht "Bock" hatte einen tollwütigen Rehbock eingefangen. Dieser entkam und flüchtete nach Alt Krauleidszen. Hier bewaffneten sich die Bewohner mit Heuforken, umzingelten ihn und verwundeten ihn schwer, so dass er viel Blut verlor. Trotzdem schwamm er noch durch die Szeszuppe und landete in der gegenüberliegenden Ortschaft Galbrasten (Dreifurt), wo er verendete. Galbrasten heißt auf litauisch Gaalepadare, auf deutsch "verendet".

Die Gemeinde Hohenflur war eine kleine Ortschaft mit 17 Haushaltungen und ca. 80 Einwohnern außer dem Dienstpersonal von ungefähr 15-20 Personen. Die Größe von 1.150 pr. Morgen bildeten 5 Betriebe von 100-255, und kleinere von 20-50 Morgen, bestehend aus Acker, Weiden, Wiesen und Waldstücken aus zum Teil einschlagbarem Gehölz. Ein ausgesprochenes Jagdgebiet für Hasen, Wildenten und Rebhühnern. Auch Rehwild, welches im Winter über das Eis des Flusses herüberwechselte. Die Bodenbeschaffenheit war unterschiedlich. In Sand-, Schwarz- und Lehmböden wurden sämtliche Getreidearten und Hackfrüchte angebaut. Die Ländereien zogen sich zwei Kilometer entlang des schönen Flüßchens Szeszuppe von der Gemarkung Dickschen bis Aschen. Hohenflur war eine geschlossene Ortschaft , jedoch lagen einige Gehöfte verstreut außerhalb

Im Osten und Norden war Hohenflur begrenzt von dem langgezogenen Dorf Dreifurt (Galbrasten), im Nordwesten von dem Bauerndorf Aschen (Aszen), im Westen von Sammelhofen (Neu Krauleidszen) und im Süden von dem Kirchdorf Sandkirchen (Wedereitischken), wo auch das zuständige Amt war. Daselbst befand sich auch das Standesamt sowie Post, Raiffeisen, die zweiklassige Präzentorschule, zwei Gastwirtschaften, zwei Lebensmittelgeschäfte, zwei Tuchläden, Drogerie, Friseur und Zahnarzt , auch eine Dampfmühle mit Sägewerk. Sämtliche Veranstaltungen fanden dort in der Gastwirtschaft von Otto Hensel statt, der seinen Saal zur Verfügung stellte. Bei Festlichkeiten wurde da mancher Kornus und manches Tulpchen Bayrisch unter die Binde gegossen und nach Vergnügungsschluß das hübsche Marjellchen nach Hause begleitet und unterwegs von dem Lorbas anständig beknutscht.

Im Ortseingang von Hohenflur lag der schöne Friedhof, umschattet von uralten Bäumen und umgeben von einer aus großen Feldsteinen bestehenden Mauer, die leider der Ortsverschönerung wegen im Jahre 1929 abgefahren und für den Straßenbau verwendet wurde. Stattdessen entstand eine schöne Lebensbaumhecke. Hier war es Sitte, dass an jedem Samstagnachmittag ein jeder die Gräber seiner Angehörigen schmückte und Sonntagmorgens die alten Mütterchen ihren Spaziergang dorthin machten.

Die Stellmacherei Flamming sorgte für heile Wagen und Schlitten und der Schmiedemeister Adolf Deskau mit seinem Sohn machten den Hufbeschlag für die Pferde, zogen Wagenreifen auf und schärften Pflüge und Eggen. Dicht bei der Schmiede stand die alte große Dorflinde, wo sich allabendlich die Halbstarken versammelten und schabacherten, bis der Meister sie wegen Ruhestörung auseinanderstöberte. Da sich die Lümmels darüber gekränkt fühlten, ersannen sie einen Schabernack. Gegenüber der Schmiede und dicht an der Straße war der große ertragreiche Obstgarten des Schmiedemeisters, der während der Fruchtreife manchen Blick der Vorbeigehenden auf sich lenkte. Und so geschah es öfters, daß nachts ein Apfelklau ihm einen Besuch abstattete. Dies gelüstete den Besitzer zur Nachtwache. Zwei große Türen in Dachform sollten die Wachhütte sein und genügend Stroh darin als Nachtlager. Der Hund wurde daneben an einen Apfelbaum gebunden, der den Dieb ankündigen sollte. Mit Schlafdecke und einer doppelläufigen Donnerbüchse unterm Arm bezog man in der Dunkelheit das bereitstehende Wachquartier. Die Büchse in greifbarer Nähe, lauschte der Wächter in eine Decke gehüllt nun der Dinge, die da kommen sollten. Doch die anstrengende Tagesarbeit ließ ihn bald in tiefen Schlaf versinken. Ein Lorbas, der den Wachhund gut kannte, schlich sich, ohne daß dieser anschlug, an das Nachtlager heran und hörte das Schnarchen des übermüdeten Wächters. Der Hund wurde losgebunden und wieder zu seiner Hütte auf den Hof gebracht. Dann zog man die Büchse heraus und band sie mit den Läufen nach unten an einen daneben stehenden Baum. An den Abzughähnen wurde vorsichtig eine Schnur gebunden, die bis zur Straße reichte. Von hier aus wurde diese angezogen und ein Doppelschuß zerriß die nächtliche Stille. Der übermüdete Wächter sprang auf und griff nach seinem Gewehr. Es war fort! Dann schnell zum Wachhund, der war auch fort. Nach kurzer Überlegung und vielleicht auch aus Angst, begab sich der Schmiedemeister, die Decke unterm Arm, in sein Schlafzimmer, in dem er wohl den Rest der Nacht schlaflos verbrachte und niemand war schadenfroher als die Lorbasse, die das Drama aus dem Hinterhalt miterlebt hatten.

Die große Kiesgrube des Bauern Gustav Bonacker lieferte den erforderlichen Putz, den die Bauern mit ihren Gespannen zum Ausbessern ihrer Kiesstraße selber anfahren mussten. Aus der ganzen Umgegend kamen Bauern, Handwerker und andere Unternehmer zu Gustavs Kiesgrube und holten hier ihren Bedarf zu Haus- und Straßenbauten, so daß sogar Förderband und Trecker im Einsatz waren. Neben dem Friedhof stand ein altes Strohdachhäuschen, das von zwei alten Jungfern, den Geschwistern Willumat, bewohnt wurde. Diese waren sehr firm im Weben, Häkeln und Stricken. Der Webstuhl ist wohl Zeit ihres Lebens nicht aus der Stube geschafft worden, deren Fußboden nach uralter Sitte aus festgestampftem Lehm bestand. Die wundervollen Decken und Frauenschürzen, die hier hergestellt wurden, fanden weit und breit ihre Abnehmer. Es war dieses auch ihre Haupteinnahme, wovon sie ihr Leben fristeten.

Am Ortsausgang nördlicher Richtung stand der Bauernhof von Hans (Jons) Luttkus. Hier dehnten sich die fruchtbaren Überschwemmungswiesen der Szeszuppe aus. Wenn im Sommer die Nebel von den Wiesen aufstiegen, lag der Hof wie im Schleier gehüllt. In der Uhleflucht (Eulendämmerung) machten Marjellens und Jungens, hauptsächlich in der Zeit der Faulbaumblüte, ihren Spaziergang entlang dem Wiesenweg und oft wurde dann das Lieblingslied "Im schönsten Wiesengrunde" angestimmt - doch lang ist es her!

Im geschlossenen Teil der Ortschaft war der Dorfteich mit der daneben stehenden Kubbelbude, wo die Wasserkübel, auf Holzkufen montiert, bereitstanden und für Feuerlöschzwecke eingesetzt wurden. Im Winter bot der Teich mit seiner Eisdecke den Kindern viel Vergnügen und mancher waghalsige Lorbas machte Bekanntschaft mit dem kalten Nass. Auf Holzklumpen (ein aus Weidenholz angefertigtes Schuhzeug, auch Jauserompkes genannt) und triefender Winterkleidung schlich man sich dann heimlich nach Hause, wo die Mutter schon den Kantschuck (Prügelstock) schwingend, das Schänkeschorren (mit unter Holzklumpen eingeschlagenen Eisenschienen wurde auf dem Eis geschlittert) beendete

Wie überall üblich, so wurde auch hier noch anfangs des 19. Jahrhunderts viel Flachs angebaut. Dieser wurde, nachdem der Leinsamen mittels Dreschflegel abgedroschen war, in der Brachkuhle gebrochen. Die Kuhle befand sich im Kämgirres (Dorfwald). Eine aus Feldsteinen gemauerte 2 m tiefe Grube, oben ein Stangengerüst und unten wurde das Feuer angelegt. Hierzu wurde nur kerniges Holz verwendet. Den Flachs breitete man über dem Gerüst aus und im Nu war er trocken, das Brechen konnte beginnen. Diese Arbeit wurde in Talkas (Gemeinschaftsarbeit) bei Frostwetter verrichtet. Bei Anbruch der Dunkelheit sorgten die Sturmlaternen für Licht und bis zur späten Abendstunde klapperten Flachsbrecher bis die letzte Auflage fertig war. Daheim hatte die Hausfrau für den Abschluß dieser anstrengenden Arbeit eine Menge Krapfen gebacken, die dann noch mal so gut schmeckten, auch der Rumkrug kam zum Vorschein. – Der gebrochene Flachs wurde nun von den restlichen Hülsen mittels Schwingmesser befreit und das Spinnen konnte beginnen. Den ganzen Winter hindurch, hauptsächlich abends, war dies die Arbeit der Hausfrau mit ihrem Gefolge, während der Hausvater mit seinem Gefolge Stricke daraus drehte, Besen band und Körbe flocht. Diese Arbeiten verrichtete man in der sogenannten Gesindestube, die in jedem Bauernhaus zu finden war. Nachdem das Spinnen beendet war, wurden die Webstühle aufmontiert, und bis im Frühjahr die Feldarbeiten begannen, waren hunderte Ellen Leinwand fertig. Sobald die heißen Sommertage und die lauen Sommernächte begannen, kam der Leinwand zur Bleiche auf den Dorfanger, auch Bleichplatz genannt, wo er, öfter mit Wasser besprengt, bleichen musste, bis er schneeweiß war.

Hier war der Treffpunkt der erwachsenen Jugend, wo nach den Klängen der Quetschkomode (Handharmonika) gesungen und getanzt wurde, vom Feierabend bis zur späten Nachtstunde bis die ersten Strahlen des Morgenrots im Osten zu noch ein paar Stunden Schlaf mahnten.


Die Szeszuppe, die noch manchem in Erinnerung ist, war bis 1928 ein großes Verkehrshindernis zum jenseitigen Ufer. Sobald der Fluß durch große Regenfälle anschwoll, mussten Fähre und Handkahn in Anspruch genommen werden, wofür man eine kleine Gebühr zahlte. Der Fährmann Aszmies Aszmoneit , ein Mann aus altem Schrot und Korn, tat seine Pflicht. In Trockenperioden überquerte man den Fluß mit Fuhrwerk oder zu Fuß mit aufgekrempelten Hosen bzw. aufgeschürzten Röcken. Im Winter baute die Kälte die erforderliche Brücke, so dass große Lasten darüber hinwegfahren konnten. Wenn im März die Schneeschmelze begann und Kanäle und Gräben ihre Wasser dorthin geleiteten, begann das Schauspiel, das viele Zuschauer anzog, der Eisgang. Das Donnern der aufeinander berstenden Eisschollen vernahm man von weitem.

Eisgang auf der Szeszuppe (Ostfluß)

Einem See glichen die überschwemmten Wiesen, die zum Dank dafür Vieh und Pferden ein gutes Futter lieferten.

Von der Szeszuppe überschwemmte Wiesen in Alt Krauleidszen (Hohenflur)

Der schon erwähnte Hof des Bauern Hans Luttkus, der inmitten der Wiesen lag, geriet in Landunter, so dass Arbeiten von einem Gebäude zum anderen per Kahn verrichtet wurden. Alles Kleinvieh musste evakuiert werden. War der Fluß eisfrei, ging es auf Jagd nach dem Märzhecht. Die Wenther (ein aus starkem Garn gestricktes Gewebe) wurden ausgestellt und mancher anständige Brocken, der, aus dem Memelstrom kommend, hier seine Brut absetzen wollte, ging in die Falle.

Sobald das Kurische und Frische Haff, sowie Memelstrom und Szeszuppe eisfrei waren, begann in den Haffen die Stintfischerei (Stinte sind 4-5cm lange Fischlein). Da die Memel ins Haff mündete, kamen die Kurenkähne hier entlang mit ihren Stintladungen bis zur Szeszuppemündung und stromaufwärts fahrend, legten sie an den angrenzenden Ortschaften an, so auch in Alt Krauleidszen. Die Besatzung der Kähne bestand gewöhnlich aus 3 Personen, wovon 2 ausstiegen und über Land zogen mit dem Ausruf "Hoalt Stint, hoalt Stint" .Und bald fuhren Bauern mit Fässer beladen zur Anlegestellte, wo man Geld oder ein Scheffel Roggen (ca. 30 Liter) je Faß Fisch bezahlte. Diese Stinte wurden dann an die Schweine verfüttert und ergaben ein hervorragendes Mastfutter.

Im Hochsommer begann die Fischerei mit dem langen Fangnetz. Vor Sonnenaufgang, bewaffnet mit Stangen, Netz und Verpflegung, die aus Brot mit einem Stück Speck bestand, nicht die Kornus- oder Meschkinnesbuddel zu vergessen, ging es af "Petriheil". Nach dem Ausziehen der Netze wurde jedes Mal daumenbreit geprostet. Dabei wurde mancher Fischer wacklig in den Knien und schlug aus dem schaukelnden Kahn über Bord, doch eine rettende Hand zog ihn dann wieder hoch und der pudelnasse Kumpel wurde dafür anständig ausgelacht. Korbweise wurden die zappelnden Silberlinge an Bord gezogen und der Hausfrau zur weiteren Verwendung übergeben. Sei noch zu erwähnen, daß das Wasser der Szeszuppe so klar war, daß man bis auf den Grund sah und die Fischrudel verfolgen konnte.

Im Jahre 1928 wurde über dem Fluß die Dr. Rosenkranz-Brücke gebaut und somit das größte Verkehrshindernis beseitigt. Im Winter, bei guter Schlittbahn, begann die Holzanfuhr für das Gerüst, die sich nun ohne Hindernis abwickelte. Der nahegelegene Trappöner Forst versah den ganzen Kreis mit Nutz- und Brennholz. Im darauffolgenden Jahr entstand die neue Steinstraße bis Eggleningken, die gute Verbindung zur Bahn, Kreisstadt und Marktorte schuf. Ein Linienbus erreichte in einer knappen Stunde die 35 km entfernte Kreisstadt Tilsit-Ragnit, wofür man vorher für die Hin- und Rückfahrt mit dem Pferdefuhrwerk eine Tagesreise brauchte.

Zu den Einnahmen aus der Landwirtschaft zählten auch die aus der Pferdezucht, die im Ort betrieben wurde. Absetzfohlen und Remonten standen hoch im Preis. Jedes Jahr im Mai bzw. Juni fand in Budwethen (Altenkirch) eine Musterung der dreijährigen für Militärzwecke geeigneten Pferde statt. Ein hoher Offizier, früher Major Haake, später der Oberstleutnant von Rußbeck, sowie ein Veterinär, bildeten die Ankaufkommission. Auf guten und flotten Gang wurde sehr geachtet. Aufgeregt Mann und Pferd ging es entlang der Vorführbahn, in der Hoffnung, einen Tausender und noch mehr einzustecken. Doch sobald das "Danke" des Offiziers ertönte, war die Enttäuschung groß, umso größer war die Freude, wenn man "Nummer" vernahm. Hierauf wurde maggeritsch (als Zugabe) getrunken.

Die Novembertage 1914 während des ersten Weltkrieges versetzten die Dorfbewohner in Schrecken. Aus dem nahe gelegenen Forst hörte man schon die ersten M.G. und Gewehrschüsse einer russischen Patrouille, doch an Flucht wurde nicht gedacht. Da trabte plötzlich eine Schwadron Feldjäger durchs Dorf und sogleich verstummte das feindliche Feuer. Dafür waren die Folgen des verlorenen Krieges schrecklich, als Spitzbuben und Soldatenrat ihr Unwesen trieben. Nacht für Nacht wurde eingebrochen und Ochsen, Pferde, Schafe und Schweine gestohlen. An einem Vormittag erschienen im Ort 2 Zivilisten, 1 Feldwebel, 3 Soldaten und ein Spürhund. Es war der z.Z. regierende Soldatenrat, der von Gehöft zu Gehöft ging und Lebensmittelvorräte, hauptsächlich Fleisch und Fette kontrollierte. So mancher Schinken, manche Speckseite und Schmalztopf fiel ihm zum Opfer. Am schlimmsten betroffen war mein Vater, der Bauer Albert Meyer, dem ein vor 14 Tagen geschlachtetes Schwein und 80 Pfund Schmalz ohne Entgelt enteignet wurden. Nach Angabe des Soldatenrats sollte dieses der hungernden Stadtbevölkerung von Ragnit zugute kommen. Bald aber stellte sich heraus, daß dieses ein Raubzug war und man die Beute unter sich verteilte und ein Schlemmerleben führte. Mein Vater reichte sofort eine Beschwerde beim zuständigen Landrat ein, der sich für diesen Fall interessierte, eine Klage anstrengte und Bestrafung verlangte. Eine hierauf folgende Gerichtsverhandlung brachte den Anführern 6 Monate Gefängnis.

Trotz all diesem Elend, das der Krieg hinterließ, brach allerorts eine Tanzlust aus. Hierfür diente das alte Wohnhaus meines Vaters, des oben erwähnten Bauern Meyer, welches leer stand. Nachdem hier die Dielen entfernt wurden und die Tanzkränzchen nicht mehr stattfinden konnten, wurde es aus Rache angezündet und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die nächste Tanzfläche bot nun die Szeszuppe-Fähre, die wiederum die Jugend anzog. Dieses Getöse duldete der Fährmann nicht, der Krach schlug und einige Schreckschüsse abfeuerte und alles flüchtete in den kleinen Elksnienes (Erlenwald), wo es wiederum Gelegenheit gab, sich zu beschunscheln.

All diese Ereignisse liegen weit zurück, nur die Erinnerung ist geblieben. Am 14. Oktober 1944 hieß es Abschied nehmen von alldem, was Vorväter einst durch Fleiß erworben hatten und die Kriegsereignisse verwandelten Höfe in Schutt und Asche, die heute vielleicht nur noch durch wucherndes Gestrüpp erkennbar wären.


Dorfskizze von Hohenflur (Alt Krauleidszen) von Emil Meyer
Autor: © 1980 Emil Meyer (geb. 1900 in Alt Krauleidszen)
Fotos:
© Sigmar Aschmutat
Quelle:
Adelheid Meyer (eingesandt von Anneliese Schmidt geb. Luttkus)

Hohenflur



© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 09.08.2007

www.tilsit-ragnit.de
letzte Änderung dieser Seite : Montag, 28. Februar 2011