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Das Dorf liegt 11 km südwestlich von Tilsit an der Chaussee Tilsit-Königsberg. Wie schon der Name sagt, an dem Fluß Arge. Mitten im Ort überquerte die Chaussee die Arge, und zwar über die gußeiserne Bogenbrücke. Die Arge- ein Flüßchen von im Durchschnitt vier Meter Breite und ein Meter Tiefe. Im Osten und Süden begrenzt von dem Dorf Bublauken (Argenfurt), im Westen von dem Dorf Puskeppeln (Argenfelde) und im Norden von dem Dorf Laukanten (Waldeneck). |
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Die massive Kirche steht am nordöstlichen Dorfeingang auf einer Anhöhe etwa 30 m von der Chaussee entfernt. Vor der Kirche das Kriegerdenkmal mit den Gedenktafeln für die gefallenen des 1.Weltkrieges. An der Chaussee unweit der Kirche befindet sich die dreiklassige Volksschule , erbaut um 1875.Sie war ursprünglich zweiklassig , durch einen Erweiterungsbau 1910 dann dreiklassig. |
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Eine Molkerei, zwei Gastwirtschaften und ein Kolonialwarengeschäft waren in Neu-Argeningken in Betrieb. Eine Gastwirtschaft neben der Schule, die andere einen Kilometer südwestlich ebenfalls an der Chaussee. Folgende handwerklichen Betrieb befanden sich in Neu-Argeningken : zwei Tischler, vier Schneider, zwei Schuhmacher, zwei Schmiede, ein Stellmacher und zwei Mühlenbetriebe. Auf einer Anhöhe gegenüber der Gastwirtschaft Zilonka, dem sogenannten Mühlenberg, dessen langer Abhang steil zur Arge abfiel, stand eine Windmühle (Bockmühle). Sie war typisch und traditionell für die Neu-Argeningker Gegend. Diese Mühle war von dem Landwirt und Müller Thomas Wallner um 1890 gebaut worden und zwar - wenn auch in den dreißiger Jahren durch den Einbau eines Bockmotors - bis zur Vertreibung in Betrieb. Die landwirtschaftlichen Betriebe ( ca. 100 zwischen 5 ha und 50 ha) bauten auf dem zum Teil lehmigen , jedoch fruchtbaren Boden hauptsächlich Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und Kartoffeln. Außerdem wurde Vieh-, Pferde- und Schweinezucht betrieben. Der nordwestliche Ortsteil mit einer Größe von ca. 25 ha, die sogenannte Heide, war purer Sandboden. Hier befanden sich kleine landwirtschaftliche Betrieb, deren Besitzer außer in der Landwirtschaft noch als Mauerer, Tischler, Zimmerleute oder im Straßenbau tätig waren. |
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Nun gab es in Neu-Argeningken außer dem Gesangverein noch einen landwirtschaftlichen Verein, einen landwirtschaftlichen Frauenverein und einen Spar- und Darlehensverein. Gleich nach dem 1.Weltkrieg gab es auch einen Kriegerverein. Im Winter fanden im Saal der Gastwirtschaft neben der Schule die Holzauktionen der Oberförsterei Wilhelmsbruch und Forst Adl. Schilleningken statt. |
| Quelle: Text von Emil Drockner in "Land an der Memel" Nr. 59 und Nr.60 |
| Kirchspiel A r g e n b r ü c k (Neu Argeningken) : | |
![]() Bild oben: ev. Kirche vor 1944 (Bild: Emil Drockner) |
![]() Bild oben: der Altar der Kirche (Bild: Emil Drockner) |
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Als Abzweigung von Heinrichswalde und Tilsit-Land wurde das Kirchspiel als Verwirklichung eines Planes von 1897 im Jahre 1902 gegründet. Am 21.August 1910 wurde das Gotteshaus eingeweiht, ein verputzter, an barocke Kirchen erinnernder Backsteinbau mit westlichem Zwiebelturm. Der Innenraum war gewölbt. Gegenüber dem Kanzelaltar befand sich an der Westseite die geräumige Orgelempore. Die Orgel und die drei Glocken stammten aus der Zeit der Errichtung der Kirche. Der Turm der Kirche ist 1945 von den Russen abgeschossen worden.Die Bänke aus der Kirche hat man nach Tilsit gebracht als Sitzgelegenheit für Teilnehmer an sowjetischen Sportveranstaltungen. Die herrliche Orgel und die wunderbaren Glocken, unter deren Klänge den dort wohnenden Menschen Freud und Leid verkündet wurde, haben die Sowjets zertrümmert. |
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Das Gebäude wurde 1994 der Orthodoxen Kirche übergeben. Wird aber für kirchliche Zwecke nicht genutzt. Der Friedhof ist nicht erhalten. |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Weitere Beiträge: | |
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Neu-Argeningken - eine Dorfchronik |
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Rundgang durch Neu-Argeningken (später Argenbrück) ca. 1930 |
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Argenbrück (Neu-Argeningken) von Emil Drockner |