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Östlich von Lengwethen lag Budwethen. Die weithin sichtbare Windturbine grüßte den Reisenden schon aus der Ferne. Sie versorgte Budwethen mit Elektrizität, bis in späteren Jahren diese Aufgabe von dem Überlandwerk übernommen wurde. Der Name bedeutet soviel wie Wachstätte oder Wachbudenstätte. Sowohl Hennebergers Landtafel von 1576 als auch die " Carte von dem littauischen Cammer Department belegenen Ragnitschen Creise" (1664) verzeichnen Budwethen nicht. Goldberg beschreibt die Gemeinde als ein " melirt Dorf mit einer lutherischen Pfarrkirche und 16 Feuerstellen." |
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Die ein- und zweistöckigen Häuser des Ortes wiesen Läden aller Art und Gastwirtschaften auf. In Budwethen gab es eine dreiklassige Schule, eine Apotheke und eine Ziegelei. Die sich durch den Ort ziehende Straße erweiterte sich in der Ortsmitte marktplatzähnlich. Das Dorf bot das Bild eines erfreulichen Wohlstandes. In Jahre 1925 zählte der Ort 590 Einwohner. Vor dem Friedhof, inmitten von schönen gärtnerischen Anlagen, stand das für die Gefallenen des Weltkrieges errichtete Krieger-denkmal. |
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![]() Altenkirch - Hauptstraße 1998 (Bild: Manfred Koenig) |
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Auch hier war es ursprünglich ein erratischer Block, ein Findling vom Friedhof Laskowethen. Als Naturdenkmal soll die im Pfarrgarten befindliche mächtige Linde, die aus den Wurzeln zehn Stämme herausgetrieben hat, Erwähnung finden. Sie soll zum Andenken an die Befreiungskriege 1814 gepflanzt worden sein. |
| Kirchspiel Altenkich (Budwethen) |
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![]() Die Kirche von Altenkirch (Budwethen) vor 1944 |
Das Kirchspiel Budwethen wurde in der Regierungszeit des Großen Kurfürsten im Jahre 1665 begründet, der Ort selbst erhielt um 1686 die erste Kirche(Fachwerkkirche) , die aber wegen Baufälligkeit im Jahre 1772 abgebrochen werden mußte. 1780-1782 errichtete man ein neues massives Gotteshaus. Es war ein einfacher rechteckiger Feldsteinbau ohne Turm; die Glocken hingen in einem abseits stehenden Glockenstuhl. |
![]() der Innenraum der Kirche vor 1944 |
Die Glocken der alten Kirche dienten auch der neuen Kirche. Eine von ihnen trug die Inschrift " Zu Zeiten der Hochgeborenen Lehnsherrschaft von Flans in Königsberg anno 1695 gos mich Gottfried Dornemann." 1856 wurde der Westgiebel aus Ziegeln gebaut, der in einen turmartigen Aufsatz auslief. Reste des barocken Inventars waren erhalten geblieben, so der Kanzelaltar, der 1782 aus früher geschaffenen einzelnen Teilen zusammengesetzt worden war. |
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Im Innenraum des Gotteshauses zogen sich an den Seitenwänden Emporen entlang. Den bronzenen Kronleuchter haben die Salzburger Gemeindemitglieder 1832 anlässlich der 100jährigen Gedenkfeier gestiftet. Die 1857 in der Werkstatt von Scherweit in Königsberg gebaute Orgel wurde später durch den Orgelbauer Novak umgestaltet. Im Jahre 1996 ist nun auch die Kirche in Altenkirchen abgebrannt, die zuletzt von der dortigen Bevölkerung als Kulturhaus genutzt wurde. Vor dem Brand mußten Besucher schon feststellen, dass Dachpfannen und Sparren der Kirche zu Teil abgetragen waren. Offensichtlich hat der Brand die Zerstörung perfekt gemacht. |
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letzte Statistik 1939:
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |