| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | ||
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In einer Separationsurkunde von 1838, die beim Ragniter Grundbuchamt lag, ist auch der alte Name von Steinflur mit Jacken eingetragen. Hier stand, daß vom Gemeindeland 10 Morgen zur Errichtung einer Schulstelle abgetrennt worden sind und etwa 1850 die Schule erbaut worden ist. Die ganz Alten von Abschruten, die um 1850 - 1860 geboren waren, erzählten, daß in den Haushalten noch überall litauisch gesprochen wurde und in der Kraupischker Kirche an jedem zweiten Sonntag noch Gottesdienst in litauischer Sprache abgehalten worden sei. Das besagt aber nicht, daß die Bewohner sich als Litauer fühlten. Es war nur die Sprache ihrer ursprünglichen Heimat, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geriet. Nur wenige Ausdrücke erinnern noch zu unserer Zeit an das Litauische. |
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| Annighöfer, Max ................11,27 ha Banse, Friedrich .................9,77 ha Böhnke, Auguste ...............11,25 ha Geleszus, Emil ...................11,25 ha Heimbucher, Walter .............5,00 ha Knocks, Franz .....................7,50 ha Karklinat, Richard ...............5,50 ha Kummetat, Franz 1.............2,50 ha Masurat - Erbengemeinschaft ...........10,50 ha Masurat, Paul .......................9,31 ha Motzkus, Magda ..................0,50 ha Ney, Eduard ........................11,25 ha |
Plauschinat, Franz ...............1,37 ha Preuß, Arthur ......................11,25 ha Reddig, Otto......................... 4,25 ha Romeikat, Auguste ............11,54 ha Schäfer, Emma ....................2,50 ha Schuschies, Gustav .............2,89 ha Albutat, Willy .......................10,75 ha Haupt, ....................................1,75 ha Liegat, Ernst .........................6,50 ha Mertins, Paul ........................9,00 ha Schernus ..............................7,00 ha |
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Der Boden in der Gemeinde war zwar steinig, aber doch fruchtbar. Roggen, Gerste und Kartoffeln gediehen gut, darum hielt man reichlich Schweine. Zu den meisten Grundstücken gehörten Flußwiesen. Das erlaubt eine starke Viehhaltung. Verwaltungsmäßig gehörte Steinflur zum Amtsbezirk Warnen, doch gehörte Warnen zum Schulbezirk Abschruten. Um das Jahr 1908 amtierte an der dortigen Schule Lehrer Klingbeil. Ferner sind bekannt die Namen der Lehrer Waldmann, Mathies, Pernau und Söding. Der Ort wurde 1934 elektrifiziert und an das Überlandwerk angeschlossen. Bürgermeister der Gemeinde war Paul Mertins. |
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Als im ersten Weltkrieg die Russen in Ostpreußen einfielen und das Kirchspiel Breitenstein besetzten, wollten sich Gustav Tummescheit, Schwiegervater von Viehhändler Hermann Wolff, und Maurer Knocks in Abschruten, beide etwa 40 Jahre alt, in Königsberg zur Einberufung für das Heer melden. Beim Fußmarsch nach dort fielen sie den Russen in die Hände und kamen erst etwa 1919 aus russischer Gefangenschaft zurück. Am 23. 10. 1944 verließen die Einwohner den Ort und kamen in den Evakuierungsort Wusen, Krs. Braunsberg, von wo sie am 03.02.1945 im Fußmarsch über das Frische Haff nach Danzig zugen, Herr Annighb'fer erzählt, daß er als Kriegsgefangener durch Danzig kam, von Hela kommend, und noch viele Bekannte der alten Heimat dort getroffen habe. Seinen Nachbarn, Adolf Podschuweit, fanden Dorfbewohner, die nach Steinflur zurückgegangen waren, tot sitzend an seinem Küchentisch vor, und sie begruben ihn im Garten unter seinem Birnbaum. |
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Über diesen Ort sagen die Urkunden aus der Ordenszeit "Apschrotten" oder "Jaxsten" mit einem Abriß vom 24. Juni 1591. Er hat damals 6 Hufen 1 Morgen 189 Ruten. |
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Das General-Hubenschoß-Protokoll von 1719 erwähnt für "Abschruten oder Büchnershöfchen" eine Verschreibung des Markgrafen Georg Wilhelm von 3 Hufen, die nun den Büchnerschen Erben gehören, ferner eine Verschreibung über 1 Hufe 10 Morgen Kranich-Wiese für den Mathes Dobschein. Weidland war nicht vorhanden. 19 Personen waren an der Pest verstorben. Viehbestand: 4 Pferde, 1 Kuh. Das Gut Abschruten lag wüst. Es wurde am 22.August 1719 mit 15 Huben 11/2 Morgen dem Obristen v. Linnemann (?) verschrieben. "Früher" hatte das Gut 18-20 Kühe, die an der "Geyle" eingegangen waren. Die Aussaat betrug: 30-40 Scheffel Korn, 6 Scheffel. Gerste, 30 Scheffel. Hafer und 3 Scheffel. Erbsen. |
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| In der Prästationstabelle vom 3.April 1822 hat Abschruten 19 Hufen 23 Morgen 272 Ruthen. Abgabe: 109 Reichstaler, 3 Silbergroschen, 9 Pfennige. Die Dorfschaft führt die Fischerei, zusammen mit Warnen, im Warnenschen Mühlenteich durch. Freigewordene; Christups Braemer .......................2 Huben 1 Morgen 52 Ruthen Jons Preugschatis ........................2 Huben 1 Morgen 52 Ruthen Milkus Somuschatis .....................2 Huben 1 Morgen 52 Ruthen Abgabe für das Fischereirecht:: ....2 Thaler Gesamtabgaben: Braemer......................................... 22 Thaler 7 Silbergroschen 7 Pfennige Preugschatis ..................................21 Thaler 44 Silbergroschen Somuschatis ..................................21 Thaler 83 Silbergroschen 17 Pfennige Christoph Gettkandt ......................22 Thaler 14 Silbergroschen 3 Pfennige Jurge Ensuleit Martin Szambach ..........................21 Thaler 5 Silbergroschen 12 Pfennige Eigenkätner; Andreas Aschmann und Martin Haaek |
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| 1839 heißt es: Abschruten (Jacken) = Bauerdorf mit 12 Feuerstellen, 84 evangelische Christen. 1863: Abschruten, chatull-freies Dorf. Grundfläche: 592 Morgen 143 Ruthen Viehstand: 19 Pferde, 43 Rinder, 44 Schafe, 35 Schweine. Gebäude: 56 - Bewohner: 206 Steuern: |
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| Grundsteuer : Klassensteuer Gewerbesteuer Kreisabgaben: Gemeindeabgaben: Schulabgaben: |
28 Thaler 1 Silbergroschen . 0 Pfennige 86 Thaler 16 Silbergroschen 10 Pfennige 2 Thaler 22 Thaler 10 Silbergroschen 9 Pfennige 7 Thaler 8 Silbergroschen 2 Pfennige 2 Scheffel 1 Metze Roggen 5 Zentner 46 Pfund Heu 20 Bund 6 Pfund Stroh sowie 3 Thaler 3 Silbergroschen. 3 Pfennige für die Schule Gr. Plimballen. |
| 1864: 227 Einwohner, Gesamtfläche 621,91 Morgen, 27 Wohngebäude, 26 steuerfreie Gebäude 507,12 Morgen Ackerland (meist Kl.4+5), 2,82 Morgen, 33,92 Morgen Wiesen, 45,20 Morgen Weiden, Wasserstücke o,69 Morgen. |
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| 1871: 28 Wohngebäude, 229 Einwohner, alle evangelisch, 65 können lesen und schreiben, 99 Analphabeten. |
| 1905: 30 Wohnhäuser, 156 Einwohner, davon sprechen 11 litauisch und 145 deutsch. |
| 1925: Gesamtfläche 159,8 ha. 156 Einwohner, alle evangelisch. |
| 1939: Steinflur |
| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 |
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letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939)
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1) zugehörig zu ev. Ksp. Breitenstein 2) das Dorf existiert nicht mehr |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Weitere Beiträge | |
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Teil 2 : Bericht zum Dorf Abschruten -Steinflur von Meta Kumetat |
| Steinflur: Dorfskizze(ca. 300 KB) | |