| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | |
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Meschenhof (Adlig Meschken), zuletzt zur Gemeinde Güldengrund gehörend, war eine Stiftung des preußischen Königs an einen Rittmeister von Tierbach. Ein altes Gutssiegel - ehemals amtliches Siegel - stellte einen Bären dar, der sich an einer Eiche aufrichtete. Im litauischen heißt Bär "Meschka" oder "Meschkas" und gibt dieses die Erklärung für den Namen des Gutes. Rings um das Siegel stand: "Adeliges Gut Meschken". |
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Am 1.9.1906 kaufte Eduard Rescheleit das Gut vom Vorbesitzer Kappke. Es war 411 ha groß, wobei der Wald in Ritterswalde mit einbezogen war. Meschenhof grenzte an Kattenhof, Weedern, Hasenflur, Güldengrund und den Insterfluß. Für den Bau der Ställe waren Findlinge verwandt worden, ebenso für die Mauer und Pfeiler am Hoftor. Die Gartenmauer, die auch aus Findlingen erstellt war, stand unter Naturschutz. Der Hauptwirtschaftszweig war die Viehzucht; es wurden 100-110 Milchkühe gehalten, Rinderleistungszucht. |
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Gleich nach dem ersten Weltkrieg hatte Rescheleit in einem neuen Gebäude einen Gemeinschaftsraum für die Gefolgschaft eingerichtet. Meschenhof war anerkannter Musterbetrieb. Es war zur Tradition geworden, dass die Familie Rescheleit mit ihrer Gefolgschaft alljährlich am 24.Dezember eine Weihnachtsfeier abhielt. Außerdem fand in diesem Gemeinschaftsraum in jedem Jahr das Erntedankfest statt mit gemeinsamer Kaffeetafel, einer kleinen Verlosung für Frauen und Kinder und fröhlichem Beisammensein bei Spiel und Tanz. Für frohe und ernste Feiern war der Gemeinschaftsraum bestimmt, die Familien feierten dort 3 Hochzeiten - bahrten dort auch ihre Toten auf. |
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17 Deputantenfamilien gehörten zum Gutsbetrieb. Auch gehörte eine eigene Gutsschmiede dazu und bis 1938 eine eigene Molkerei. Die Kinder der Meschenhofer Familien gingen nach Güldengrund zur Schule. Frau Rescheleit hatte einen anerkannten Lehrbetrieb und bildete Hauswirtschaftslehrlinge aus. Meschken wird schon um 1584 in den Abriß-Büchern des Deutschen Ordens von Abschruten und Budeningken erwähnt. Es wird zu dieser Zeit Misken genannt. |
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1785 nennt Goldbeck Meschken ein "adeliges Gut" an der-Inster im Amtsbezirk Moulinen und Kirchspiel Kraupischken, dem Gutsbesitzer Kapitain Puffaldt gehörig. In der topographisch-statistischen Übersicht von 1839 heißt es: Ein adliges Gut mit eigener Rechtssprechung durch Assessor Melhorn in Insterburg. Sprache der Einwohner deutsch und litauisch, 8 Feuerstellen, 127 evangelische Christen. |
| 1863 sagt Kühnaat: Grundfläche: Viehbestand: Gebäude: Bewohner: Steuern: Grundsteuer Einkommensteuer Klassensteuer Kreisabgaben: Gemeindeabgaben: Schulabgaben: |
905 Morgen 83 Ruten. 44 Pferde, 79 Rinder, 572 Schafe, 73 Schweine. 13 113 100 Thaler , 60 Thaler , 35 Thaler 28 Sgr 1 Pf 25 Thaler 4 Pf, 6 Thaler 29 Sgr, 4 Scheffel 4 Metzen Roggen, 2 Scheffel 2 Metzen Gerste, 11 Ztr.40 Pfd. Heu, 42 Bd.Stroh, 8 Thaler für die Schule Girrehnen. |
| 1864 heißt es: Meschken - Gutsbezirk: 119 Einwohner, 818 Morgen Ackerland (hauptsächlich Klassen 3+4), 254 Morgen Wiesen; Gesamtfläche 1202 Morgen. 1871: Rittergut Meschken: 5 Wohngebäude, 16 Haushaltungen, 108 Einwohner, preußisch und evangelisch. 1907: Gutsbezirk: 307 ha (1ha = 17 Morgen), 4 Wohnhäuser, 14 Haushaltungen, 80 Personen, alles Deutsche. |
| 1929: Adlig Meschken mit Girrehnen und Ritterwalde, Eigentümer Eduard Rescheleit, 402 ha, 46 Pferde, 280 Rinder und 40 Schafe. 1931 Meschken. 1939 Meschenhof - gehört zu Girrehnen |
| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 |
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letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939)
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Anmerkung: Ort und Wohnplatz zugehörig zu ev. Ksp. Breitenstein |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |