| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | ||
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| Das Dorf hatte 22 Besitzer, deren Namen und Hektargröße folgen: | |
| Lechner, Hermann - 10,28 ha Neubacher, Otto - 2,75 ha Szieleit, Emil - 30,92 ha Berger, Franz - 1,25 ha Bonkat, Max - 26,25 ha Brandt, Adolf - 9,00 ha Forstereuter, Otto - 8,75 ha Jettkandt, Albert - 7,18 ha Kaprolat, Franz - 6,25 ha Krüger, Otto - 12,00 ha Lieder, Franz - 6,00 ha Reinert. Friedrich - 7,50 ha Strupat, Hermann - 14,00 ha |
Nassowitz, August - 21,75 ha Neubacher, Emil - 0,80 ha Neubacher, Emma - 3,18 ha Schaefer, Franz - 4,50 ha Schwalbe, Ludwig - 2,25 ha Fehlert, Otto - 12,50 ha Jettkandt, Gustav - 4,25 ha Hein, Fritz - 0,60 ha Kundruweit, Johann - 5,75 ha Meyer, Helmut - 11,50 ha Nassowitz, Richard - 12,75 ha Powitz, Gerhard - 1,66 ha |
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Der erste Name von Kallenfeld ist Skumbern gewesen, später hieß der Ort Gr. Pillkallen und zuletzt Kallenfeld. |
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Im Straßenteich in Kauschen wurde bei einer Vertiefung des Grundes etwa 1840 eine von verwitterter Leinwand umgebene Rolle mit etwa 400 Silbermünzen gefunden. Die größte dieser Münzen hatte die Größe von einer deutschen Silbermark und stammte aus dem 16. Jahrhundert. Sie war mit einem Reiter und der Unterschrift "dux Lithuaniae" versehen, während die übrigen die Größe von 50-Pfennigstücken aufwiesen und mindestens aus dem 17. Jahrhundert waren. Sie trugen die Aufschrift "moneta Gedanensis", |
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Hermann Lechner, der lange Jahre Bürgermeister von Kallenfeld war, hat von seinen Vorfahren und Alteingesessenen erfahren, daß in ganz alter Zeit im Kallenfelder Ortsteil Kl. Pillkallen die sogenannte Skumberer Weide war. Zu beiden Seiten der Trift waren hohe Wälle, und die Knechte brachten Pferde und Kühe morgens dorthin und holten die Herde abends wieder ab. Für das ganze Dorf war ein Hirte, der die Herde bewachte. Kallenfeld war in Vorzeiten oft von Wölfen bedroht. An der Dubinner Grenze war der noch in unserer Zeit bekannte Wolfsgraben, eine Schanze, in der Wölfe gefangen wurden. In Kallenfeld war eine Gemeinschaftsbleiche und eine Flachstrockenanlage noch bis zur Vertreibung vorhanden. Der Flachs wurde im Winter mit Flegeln gedroschen und mit einer Schaufel gereinigt. Bei Roggenaust und bei Flachsbreche gab es abends ein Fest, an dem das ganze Dorf teilnahm. Bei Schnaps und Kartenspiel vergnügte man sich die ganze Nacht. |
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Hermann Lechner wußte zu erzählen, daß man um die Mitte des 17. Jahrhunderts Hochzeiten drei Tage gefeiert hat. Schon einige Wochen vorher fütterten alle Bauern ihre Pferde besonders gut, damit sie beim Hochzeitszug von der Kirche nach Hause 200 m vor dem Dorfeingang galppieren konnten, eine dörfliche Sitte, die sich bis zuletzt gehalten hat. |
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| Folgende Handwerksbetriebe befanden sich im Dorf: Neubacher, Emil - Tischler Neubacher, Otto - Sattler Powitz, August - Schuhmacher Bergner, - Zimmermann Schwalbe, Ludwig - Maurer Schäfer, Franz - Pantoffelmacher Jettkandt, Gustav - Trichinenbeschauer Am 23.10.1944 gingen auch die Bauern von Kallenfeld auf die Flucht ohne Wiederkehr. |
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| Dieser Ort wird schon 1564/65 in den Geldrechnungen des Hauptamtes Insterburg genannt. Dort heißt es: Pilkallenn hat 1 Zinser. Der Generalhubenschoß von 1719 berichtet: Plicken oder Gr. Pillkallen hat 10 Huben 5 Morgen und gehört dem Hausvogt Albrecht Küderling. Pilkalnen oder Stumbern ist 1785 ein Königliches Dorf mit 11 Feuerstellen. Nach den Prästationstabellen von 1822 hat Pillkalnen 34 Huben 26 Morgen und 95 Ruthen. |
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| 1863 ist Gr.Pillkallen ein schatull-freies Dorf. Grundfläche: 1218 Morgen 25 Ruthen Viehstand: 27 Pferde, 63 Rinder, 53 Schafe, 34 Schweine. Gebäude: 64 - Bewohner: 226 Steuern: |
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| Grundsteuer : Klassensteuer : Gewerbesteuer : Kreisabgaben: Gemeindeabgaben: Schulabgaben: |
70 Thaler 1 Silbergroschen 112 Thaler 15 Silbergroschen 2 Thaler 20 Silbergroschen 32 Thaler 14 Silbergroschen 11 Thaler 28 Silbergroschen 11 Pfennige 2 Scheffel 141/2 Metzen Roggen 1 Scheffel 71/2 Metzen Gerste 7 Zentner 83 Pfund Heu 29 Bund 2 Pfund Stroh 13 Thaler 22 Silbergroschen 6 Pfennige für die Schule Gr. Kauschen. |
| 1863 Kl. Pillkallen : erbfreie Kolonie. Grundfläche: 220 Morgen Viehbestand: 4 Pferde, 9 Rinder, 10 Schafe, 9 Schweine. Gebäude: 11 Bewohner: 193 Steuern: |
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| Klassensteuer : Kreisabgaben: Schulabgaben: |
108 Thaler. 3 Silbergroschen 9 Pfennige 16 Thaler 27 Silbergroschen 11 Pfennige 1 Scheffel 10 Metzen Roggen 13 Metzen Gerste 4 Zentner 32 Pfund Heu 16 Bund 2 Pfund Stroh 5 Thaler 16 Silbergroschen 5 Pfennige für die Schule Sassupönen. |
| 1864 Pillkallen: Einwohner 295, Ackerland 1069 Morgen (haupts.Kl.5), 62 Morgen Wiesen, Gesamtfläche 1258 Morgen. 41 Wohngebäude, 22 steuerfreie Gebäude. |
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| 1871 Gr. Pillkallen mit Chaussee-Haus: 33 Wohngebäude, 46 Haushaltungen, 204 Bewohner (1867 waren es 217 Bew.), 204 Preußen, 203 evangelisch, 1 katholisch. Kl. Pillkallen: 9 Wohngebäude, 15 Haushaltungen, 70 Bewohner (1867=58 Bewohner) 70 Preußen. und evangelisch, 14 Analphabeten. |
| 1905 Gr. Pillkallen: Gesamtflächeninhalt 280 ha, 32 Wohngebäude, 38 Haushaltungen, 158 Bewohner, 157 deutschsprechend, 1 deutsch und eine andere Sprache. 1931 Gr. Pillkallen: 280 ha Gesamtfläche, 27 Wohnhäuser, 34 Haushaltungen, 141 Bewohner, alle evangelisch. 1939 Kallenfeld |
| 1943 Kallenfeld: 32 Haushaltungen, 139 Bewohner, 112 in der Land- und Forstwirtschaft tätig, 14 in Industrie und Handwerk, 3 in Handel und Verkehr. 70 Selbständige, 42 mithelfende Angehörige, 1 Beamter oder Angestellter, 17 Arbeiter. 8 Betriebe hatten 0,5-5 ha, 6 = 5-10 ha, 6 = 10-20 ha und 4 = 20-100 ha. |
| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 |
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letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939)
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Anmerkung : zugehörig zum Ksp. Breitenstein |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |