| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | |
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Sakalehnen hieß zuletzt Falkenort und hat den Namen von Sakaletis bekommen, so nannte man im Litauischen einen kleinen Falken. Die Einwohner des Dorfes waren zum Teil Salzburger Abstammung. Die ersten Ansiedler nach der Pest hießen Gruber und Fassbinder und war der zuletzt genannte der erste Lehrer des Dorfes. Die Schule bestand seit 1736. Um 1840 wurde ein Schulhaus erbaut, vorher hat der Unterricht in einem alten Bauernhaus stattgefunden. 1890 mußte man eine zweite Klasse einbauen. Diese Klasse bestand aus 3 Abteilungen und die der ersten Klasse aus 2 Abteilungen. Um 1910 betrug die Schülerzahl in der ersten Klasse 50 und in der zweiten Klasse 70 Kinder. Im Jahre 1911 erhielt dann der Nachbarort Worrningken mit Guddaschen eine eigene Schule , und es verblieben für die Sakalehner Schule die Ortschaften Kaschehlen, Patilszen, Staggen und Vorwerk Karpotschen. |
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Um die Jahrhundertwende hieß der 1.Lehrer Braun, der 2.Lehrer Thieler. Die Kinder hatten zum Teil reichlich 4 Kilometer Lehmwege bis zur Schule zu machen. Im Jahre 1912 soll die Schule Sakalehnen abgebrannt sein. Man hat das Dach aufgebaut und 1913 mit dem Unterricht wieder begonnen. Vorher unterrichtete man die Kinder nur notdürftig in einem Bauernhaus. Ein in Sakalehnen damals zur Schule gegangener Bauer wußte noch manches von seiner ersten Schulzeit von dort zu berichten; so habe die Schule im Sommer dort um 7.oo Uhr und im Winter um 8.oo Uhr angefangen. Mit dem Schlitten brachte man im Winter die Kinder zur Schule und holte sie auch wieder ab. Im Sommer gab es oft zwölf Gastschüler an der Schule, das waren die sogenannten Hütejungen. |
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Den "Hütezettel" bekamen sie von dem Pfarrer aus Kraupischken, wenn sie das zehnte Lebensjahr erreicht und sich gegen eine kleine Gebühr einer Prüfung durch ihn unterzogen hatten. Zweimal in der Woche je 2 Stunden mußten diese Jungen am Unterricht teilnehmen. Die Hütejungen verdienten in den Sommermonaten bei freier Verpflegung 8-10 Taler, das sind 24,00 bis 30,00 DM, 100 Pfund Roggen und Weizen, dazu 2 Pfund Schafwolle. Nach dem ersten Weltkrieg ist der Beruf der Hütejungen eingegangen. Vor der Vertreibung lebten in Falkenort folgende Bauern: |
| 1681: Was über die Schatullsiedlungen z.Zt. des Großen Kurfürsten bei Staggen gesagt wurde, gilt auch für Sakalehlen. Dort wurden 1681 auch 4 Hufen neu besiedelt, (Osrpr. F 15 305 Nr. 490). 1785: Melirt Dorf, 3 Feuerstellen. |
| 1822: Nach Prästationstabellen vom 3.4.1822 hat das Dorf Sakalehlen 14 Huben 7 Morgen 106 ½ Ruthen Gesamtfläche. An Abgaben: 42 Reichsthaler, 11 Silbergroschen 11 3/9 Pfennige, Zinsen: 2 Reichsthaler und 1 3/9 Pfennige Eigentümer - Chat,-Köllmer; |
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| Michel Schwedat Abraham Kriszat abgetrennt von Michel Kriszatis Christian Burkanteit |
2 Huben 3 Morgen 136 Ruthen 27 Ruthen 2 Huben 3 Morgen 154 Ruthen 2 Huben 7 Morgen 164 Ruthen |
| Salzburger Kolonie-Bauern; | |
| Christian Grubert Johann Schweinberger Matthias Wenger früher Thom. W. Schulmeister; Johann Eichner |
2 Huben 4 Morgen 24 Ruthen 2 Huben 4 Morgen 24 Ruthen 2 Huben 4 Morgen 24 Ruthen 2 Morgen 47 ½ Ruthen |
1839: Gr. und Kl. Schakallehnen, meliert Dorf. Sprache: deutsch und litauisch, 14 Feuerstellen, 91 Einwohner, 91 evangelisch. 1863: Gr. Sakalehnen : Char.-köllm. und Kolonie-Dorf, Grundfläche : 472 Morgen Viehbestand: 16 Pferde, 43 Rinder, 45 Schafe, 30 Schweine. Gebäude : 27 Bewohner : 67 Steuern: |
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| Grundsteuer : Klassensteuer : Kreisabgabe: Gemeindeabgabe : Schulabgaben: |
6 Thaler 27 Silbergroschen. 58 Thaler 4 Silbergroschen 8 Pfennige 4 Thaler 8 Silbergroschen 4 Pfennige 18 Thaler 2 Silbergroschen 4 Pfennige 1 Scheffel 3 5/6 Metzen Roggen 9 11/12 Metzen Gerste 1 Zentner 85 Pfund Heu - 2 Bund 14 ½ Pfund Stroh 2 Thaler 5 Silbergroschen für dieSchule Gr. Sakalehnen. |
1863: Kl. Sakalehnen: Grundfläche: 90 Morgen - Viehstand: 5 Pferde, 12 Rinder, 11 Schafe, 11 Schweine. Gebäude: 6 Bewohner: 34 Steuern: |
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| Klassensteuer Kreisabgabe: Gemeindeabgabe : Schulabgaben: |
20 Thaler 3 Thaler 29 Silbergroschen 1 Pfennig 1 Thaler 3 Silbergroschen 10 Pfennige 2 1/6 Metzen Roggen 1 1/12 Metzen Gerste 21 Pfund Heu - 1 Bund 7 ½ Pfund Stroh für die Schule Gr. Sakalehnen. |
| 1864: Sakalehnen - Gemeindebezirk: 109 Einwohner, 358 Morgen Ackerland (haupts.K1.6), 130 Morgen Wiesen, Gesamtfläche 519 Morgen, 21 Besitzer, 24 Besitzstücke, 14 Wohngebäude, 1 gewerbliche Gebäude, 1871: Gr. Sakalehnen: 11 Wohngebäude, 14 Haushalte., 66 Einwohner (1867 = 67 Einwohner), 66 preußisch und evangelisch, 9 Analphabeten. Kl. Sakalehnen: 4 Wohngebäude, 4 Haushalte, 21 Einw.(1867=22 Einwohner). 1905(07): Sakalehnen: Gesamtfläche. 132,9 ha, 13 Wohnhäuser, 18 Haushalte, 97 Personen, 97 evangelisch, Sprache: 95 deutsch, 2 litauisch. |
| 1931: Sakalehnen mit Errehlen: Gesamtfläche 237 ha, 22 Wohnhäuser, 26 Haushalte, 128 Personen, 127 evangelisch, 1 bekenntnislos. 1939(43): Falkenort: 25 Haushalte, 98 Personen, 66 in Land- und Forstwirtschaft, 12 in Industrie und Handwerk, 32 Selbständige, 30 mithelfende Familienangehörige, 4 Beamte und Angestellte, 18 Arbeiter 3 Betriebe von 0,5-5 ha, 4 von 5-10 ha, 3 von 10-20 ha, 4 von 20-100 ha. |
| Paul Resch, jetzt Hanstedt Kreis Harburg, schreibt über die Gemeinde Falkenort (Sakalehnen). |
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Falkenort, zusammen mit dem Ortsteil Rehlen (Errehlen), war eine Salzburger-Siedlung. Namen wie Bachler, Resch, Schwede, Hofer, Schwarznecker, Niederstrasser und Wenger waren dort zu finden. |
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Die Schule Falkenort war eine Salzburger-Gründung. In ihr gehörten im Schulverband zusammengefaßt die Ortschaften: Falkenort mit dem Ortsteil Rehlen, Staggen, Tilsen (Patilszen) und Kasseln (Kaschehlen). 54 Kinder besuchten 1939 die einklassige Schule. Letzter Stelleninhaber der Schule Falkenort war seit 1941 der Lehrer Albert Herwig, jetzt Castrop - Rauxel Durch Falkenort führte eine Kiesstraße, von Birken gesäumt. Sie kam von Rucken, ging durch Karpotschen, an Staggen vorbei bis nach Falkenort an die Insterburger Kreisgrenze. |
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Bei der letzten Personenstandsaufnahme 1939 hatte Palkenort 98 Einwohner. |
| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 |
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letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939)
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Anmerkung : |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Buch-Hinweis | |
| "Meine Erinnerungen..... Dieses Buch erzählt von einem ostpreußischen Bauernsohn, der in Falkenort, bei Breitenstein, Kreis Tilsit-Ragnit aufgewachsen ist, vom Leben auf dem Hof, Kriegsbeginn, Arbeitsdienst, Militär, Fronteinsatz im Westen, Verwundung, Gefangenschaft, Entlassung und Neubeginn in Niedersachsen. Ursprünglich wurde dieses Buch für unsere Kinder und nächsten Verwandten geschrieben. Nachdem es auch von vielen Freunden und Bekannten gelesen wurde, sagte man uns immer öfter: "Das sollten viele Leute lesen, besonders auch die Jugend. Bringt es doch an die Öffentlichkeit!" Die Zeichnungen vom Grundstück in Falkenort hat ein bekannter Architekt nach den Skizzen und Beschreibungen meines Mannes angefertigt. Gertrud Bremer e-mail: gebremer@gmx.de |
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Meine Erinnerungen....von Heinz Bremer als pdf-Datei ( 60 Seiten - ca. 560 KB) zum download |