| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | ||
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| Der neue Name Birkenstein ist aus folgendem Grund gewählt worden: Zwischen dem Dorf und dem Schaltabach lag der Friedhof etwas erhöht. Eine Steinmauer aus Feldstein umgab den runden Hügel und große Birken standen oberhalb. Der Friedhof hat unter Naturschutz gestanden, und der Ort erhielt durch ihn den Namen "Birkenstein". | |
| Die Gesamtgröße der Gemeinde betrug 296 ha mit 9 Betrieben. | |
| Fritz Bauszus 101 ha | Erich Schneppat ca 80 ha |
| Frau Ambrassat ca. 60 ha | Schweinberger ca.40 ha |
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An der Chaussee Breitenstein-Schillen lagen 4 kleine Betriebe: Gruber, Guddat, Szillat - er übte früher sein Schmiedehandwerk aus - und Frau Guddat, die als Hebamme tätig war. Neben der Post Tilsental hatte Preuß sein Anwesen, dessen Sohn Postzusteller im dortigen Bezirk war. |
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Alle Betriebe wurden gut bewirtschaftet. Bauszus war allen neuzeitlichen Wirtschaftsmethoden sehr aufgeschlossen und erzielte beste Erfolge. Er war auch bis 1933 Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher und bis zum bitteren Ende Vorsitzender der Raiffeisenkasse Breitenstein. |
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| Bericht über Birkenstein (Wisswainen.) |
| von Heinz Bauszus, jetzt Dortmund-Dorstfeld, |
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"Das Dorf Birkenstein gehörte zum Kirchspiel Breitenstein, umfaßte eine Fläche von ca. 300 ha mit etwa 150 Einwohnern. Es war eine rein bäuerliche Gemeinde. In früheren Jahren hatte das Dorf den litauischen Namen Wisswainen, wurde dann aber in den 30iger Jahren in Birkenstein umbenannt. |
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So wandte man sich an den Naturschutzverein in Tilsit. Eines Tages erschien dann Herr Studienrat Dr. Kopczinski. der Vorsitzende des Naturschutz Vereins Tilsit, in Birkenstein, sah sich den Friedhof an und stellte ihn unter Naturschutz. Es wurde dann noch ein recht kunstvolles Tor aus Holz gezimmert, das von zwei großen Feldsteinen eingerahmt war, und der Friedhof mußte in seiner bisherigen Form bestehen bleiben. Aus diesen Birken und Steinen wurde dann der Name Birkenstein. Dieser Bericht soll nicht die Meinungsverschiedenheiten der Einwohner hervorheben. Es herrschte sonst ein gut nachbarschaftliches Verhältnis. |
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Als in den 20iger Jahren die Werber für das Ruhrgebiet kamen, zogen auch 2 unserer Familien nach "oberwärts". Der eine kam mit seiner Familie sehr bald zurück. Der andere blieb. Er wohnt heute nicht weit weg von mir, und so habe ich ihn auch bald nach dem Kriege aufgesucht. Die Freude war sehr groß. Ich war damals, als er wegzog, nur ein kleiner Junge. Er erkannte mich nicht. Als ich meinen Namen nannte, wurde die Tür geschlossen und ich überaus herzlich bewirtet, was im Jahre 1947 sehr oft ein Wunschtraum war. Die Leute hatten Kleinvieh und große Gärten und lebten so, wie in Ostpreußen. Nur die Gesundheit hatte sehr gelitten. Der Mann war durch die Arbeit in einem Stickstoffwerk zeitweilig erblindet und auch früh Invalide geworden. Also Reichtümer waren auch hier nicht zu erwerben. Es ging letzten Endes alles auf Kosten der Gesundheit. Einen großen Vorteil hatten die Leute allerdings. Sie konnten mit ihrem gesamten Hausrat auf normalem Wege hierher kommen, während wir mit einem Köfferchen, über Landstraßen getrieben, hierher gelangten," |
| 1785: Koloniedorf, 7 Feuerstellen. |
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| 1822: Colonie-Bauerndorf: Eigentümer : Colonie-Bauern |
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| Lorenz Schweinberger Georg Neubacher Lorenz Overpichler Schulz Matthias Neubacher Mathes Garschner Thomas Weiß |
2 Hufen -1 Morgen - 51 Ruthen 3 Hufen -1 Morgen -168 Ruthen 3 Hufen -1 Morgen - 168 Ruthen 3 Hufen -1 Morgen - 168 Ruthen 3 Hufen -1 Morgen - 168 Ruthen 2 Hufen - 29 Morgen - 160 Ruthen |
| Die Dorfschaft besaß an Wiesen, Hütung, Unland : 21 Hufen - 18 Morgen - 175 Ruthen |
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| 1839: Bauerndorf und Windmühle, Sprache deutsch, 7 Feuerstellen, 52 evangelische Christen.. |
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| 1863: Wisswainen - Kolonie-Dorf: Grundfläche: 1167 Morgen 158 Ruthen Viehstand: 17 Pferde, 30 Rinder, 33 Schafe, 21 Schweine. Gebäude: 30 - Bewohner: 87 |
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| Steuern: Grundsteuer Gewerbesteuer Kreisabgaben: Gemeinde: Schulabgaben: |
33 Thaler 2 Silbergroschen 4 Thaler 27 Thaler 12 Silbergroschen 10 Pfennige 1 Thaler 12 Silbergroschen 2 Scheffel 15 Metzen Roggen - 9 Metzen Gerste 5 Zentner 41 Pfund Heu - 20 Bund 3 Pfund Stroh 2 Thaler 19 Silbergroschen 4 Pfennige Für die Schule Krauleidszen. |
| 1864: Gemeindebezirk : 89 Einwohner, 761 Morgen Ackerland (haupts.K1.5),353 Morgen Wiesen, 1159 m Gesamtfläche, 12 Wohngebäude, 2 gewerbliche Geb., 18 steuerfreie Gebäude, bes. Name Schweineberger. 1871: 11 Wohngebäude, 16 Haushalte, 87 Personen (1867 = 90 Pers.), 87 Preußen, 87 evangelisch, 37 Analphabeten. 1905(07): Wisswainen - Gemeindebezirk: 296 ha Gesamtfläche, 15 Wohnhäuser, 28 Haushalte, 131 Personen, 131 evangelische, Sprache: 124 = deutsch, 4 = litauisch, 3 = deutsch und eine andere Sprache. |
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| 1929(25): Wisswainen - Gut: Inhaber Fritz Bauszus. Gesamtfläche 98 ha. 1931: Wisswainen: Gesamtfläche 296 ha, 14 Wohnhäuser, 24 Haushalte, 108 Personen, alle evangelisch. 1943: Birkenstein: 23 Haushalte, 109 Personen, 90 tätig in Landwirtschaft, 2 in Industrie und Handwerk, 5 in Handel und Verkehr, 17 Selbständige, 14 mithelfende Familienangehörige, 4 Beamte oder Angestellte, 83 Arbeiter. 3 Betriebe von 0,5-5 ha, 2 von 5-10 ha, 3 von 20-100 ha, 1 von 100 ha und mehr. |
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| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 | |
| letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939) |
Anmerkung : |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |
| Weitere Beiträge: | |
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Erinnerungen: Von Birkenstein/Ostpr. über Kleinfeld/ Mecklenburg nach Dortmund von Hans Bauszus |