| Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein : | ||
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Über Altweiden war es möglich, etwas ausführlicher zu berichten, da der Bauer Fritz Rübensaat eine genauere Aufstellung über sein Dorf machen konnte. |
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| Ehlert, Herta Giedigkeit, Albert Pasenau, Herta Rübensaat, Fritz Giedigkeit, Richard Klebingat, Albert Kummetat, Ernst |
18,50 ha 31,76 ha 20,00 ha 12,oo ha 32,00 ha 36,00 ha |
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Altweiden war ein kleines Bauerndorf. Es lag 1 km ab von der Mühlpfordter Schule. Die Bewohner waren zum kleinen Teil Salzburger Abstammung. Die Namen Giedigkeit, im 18.Jahrhundert mit Giedeks, später mit Giedakeit beurkundet, wiesen eine 200-jährige Seßhaftigkeit im Ort nach. Nach mündlicher Überlieferung waren durch die Pest fast alle Einwohner ausgestorben. Überlebende Verwandte und einige Salzburger Familien haben die verlassenen Höfe übernommen. Zur Zeit der Pest wurden aus der Nachbargemeinde Mühlpfordt den Kranken. Mahlzeiten und Lebensmittel an die Straße auf einen Stein gestellt, der bis in die letzte Zeit einige 100 Meter rechts auf der Gemeindegrenze lag. Auf diese Weise haben sich die Mühlpfordter vor Ansteckung schützen wollen. |
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Bei Durchführung der Stein'schen Reform haben viele Jahre schwierige Verhandlungen mit den Bauern geführt werden müssen. Erst Ende der vierziger Jahre wurde auf Anordnung von Königsberg ein Landwirtschaftsrat Schimmelpfennig von der Oye beauftragt, eine Einigung und Entscheidung herbeizuführen. Die Unterlagen über die endgültig festgelegten Grenzen lagen bei der Gemeinde und sind auf der Flucht verlorengegangen. |
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Altweiden lag abseits von jedem Verkehr, die Höfe waren gut ausgebaut, die Bodenbeschaffenheit war gut, aber nur zum Teil wurde richtig entwässert. Die Altweidener Bauern hatten gutes, schweres Vieh und hervorragende Mutterstuten, Trakehner Abstammung. Die Absatzfohlen wurden gerne gekauft. Einige Bauern hatten sich in den letzten Jahren auf die Zucht von schweren Arbeitspferden verlegt. |
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| Goldbeck sagt: 1785 ist Wischteggen, Kirchspiel Kraupischken, ein chat. Dorf mit 8 Feuerstellen. Patron: Der König. 1839 ist Wischteggen ein chat. köllm.Dorf, Sprache der Einwohner ist litauisch und deutsch, mit 8 Feuerstellen, 61 evangelischen Christen, 2 griech.- kath. Christen, im ganzen 63 Einwohner. |
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| 1863 gehören Alt- und Neuwischteggen zum Kirchspiel Budwethen. Altwischteggen - chat.Dorf Grundfläche: 586 Morgen 93 Ruthen Viehstand: 25 Pferde, 36 Rinder, 46 Schafe, 23 Schweine. Gebäude: 2? - Bewohner: 73 |
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| Steuern: Grundsteuer : Klassensteuer: Kreis-Abgaben: Gemeinde-Abgaben: Schul-Abgaben: |
4 Thaler. 17 Silbergroschen 69 Thaler 1 Silbergroschen 11 Pfennige 16 Thaler 21 Silbergroschen 5 Pfennige 1 Thaler 20 Silbergroschen 2 Pfennige 2 Scheffel 1 Metze Roggen, 5 Zentner 53 Pfund Heu, 12 Thaler. 11 Silbergroschen 3 Pfennige für die Schule Gr. Baltruschelen. |
| Neuwischteggen - erbfr. Dorf Grundfläche: 876 Morgen 76 Ruthen Viehstand: 20 Pferde, 30 Rinder, 29 Schafe, 13 Schweine. Gebäude: 30 - Bewohner: 96 |
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| Steuern: Grundsteuer : Klassensteuer : Gewerbesteuer : Kreis-Abgaben: Gemeinde-Abgaben: Schulabgaben: |
45 Thaler. 21 Silbergroschen 88 Thaler 25 Silbergroschen 7 Pfennige 4 Thaler 22 Thaler 17 Silbergroschen 2 Pfennige 30 Thaler 25 Silbergroschen 2 Scheffel 6 Metzen Roggen; 6 Zentner 34 Pfund Heu 23 Bund 12 Pfund Stroh 7 Thaler 27 Silbergroschen 7 Pfennige für die Schule Gr. Jodupönen. |
| 1864 Altwischteggen: Zahl der Einwohner 63, Ackerland 555 Morgen (haupts. Kl. 5+6), Wohngebäude 9, Wiese: 54 Morgen, Gesamtfläche 658 Morgen. Neuwischteggen; 90 Einwohner, Ackerland 765 Morgen (haupts.Kl.5+6), Wiesen 85 Morgen, Gesamtfl. 888 Morgen, Wohngebäude: 13, gewerbliche Gebäude: 1, steuerfreie Gebäude :10. |
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| 1905: Altwischteggen: Gesamtfläche 178,2 ha, 9 Wohnhäuser, 9 Haushaltungen, 52 Bewohner, 52 evangelisch, 49 sprechen deutsch, 3 polnisch. Kirchspiel Rautenberg. Neuwischteggen; Gesamtfläche 226,5 ha, 17 Wohnhäuser, 19 Haushaltungen, 100 Einwohner, 100 evangelisch und deutschsprachig. Kirchspiel Rautenberg. |
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| 1931: Altwischteggen: 178,5 ha, 74 Einwohner, alle evangelisch. Kirchspiel Rautenberg. Neuwischteggen: 226,6 ha, 15 Haushaltungen, 79 Einwohner, alle evangelisch. Kirchspiel Rautenberg. |
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| 1938 Altweiden 1943: Altweiden: Zahl der Haushaltungen 8, 39 Bewohner, 39 arbeiten in der Land- und Porstwirtschaft. 13 Selbständige, 21 mithelfende Familienangehörige; 4 Beamte, 1 Arbeiter. 4 Betriebe von 10-20 ha, 3 von 20-100 ha. |
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| Über Altwischteggen schreibt Herr Fritz Rübensaat, z.Zt. 4930 Detmold. |
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Altweiden, früher Alt-Wischteggen, im nördlichen Teil des Kreises gelegen, ist ein kleines Bauerndorf. Die Größe der Höfe 10-40 ha. Es gehört zum Schulverband Mühlpfordt (Szuttkehmen). Die Einwohner sind eine Mischung von Salzburgern und der vor deren Ansiedlung ansässigen Bevölkerung. Die Pest hatte einen großen Teil hingerafft. Die mündliche Überlieferung wußte noch in unseren Tagen über diese Zeit zu berichten. So haben damals die noch Gesunden aus der Nachbargemeinde Mühlpfordt, Lebensmittel, sogar fertige Mahlzeiten, auf einem Stein, der noch in meiner Zeit in der Nähe des Weges Altweiden-Mühlpfordt lag, abgestellt. Einige Höfe sind dann später nicht mehr besiedelt worden. Das Land wurde zum Teil von der Nachbargemeinde Girrehlischken (Ebenwalde), Kreis Schloßberg, übernommen. Später haben dann bei Durchführung der Stein'schen Reform langjährige und schwierige Verhandlungen zwischen den einzelnen Bauern stattgefunden, die erst in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts, durch die Vermittlung eines Landwirtschaftsrats Schimmelpfennig v.d.Oye (Ich glaube von Gut Breitenstein), ihren Abschluß fanden. Die ganzen Vorgänge waren aktenmäßig' festgelegt und sind auf der Flucht abhanden gekommen. |
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Seit dieser Zeit haben die Bauern von Altweiden ihre Höfe mustergültig bewirtschaftet. Die Gebäude waren in gutem bis sehr gutem Zustand. Auf den Weiden tummelten sich. Stuten, Trakehner Abstammung, mit ihren Fohlen, schwarzbunte Milchkühe und das Jungvieh. Die Ernteerträge von Getreide und Hackfrüchten konnten sich mit denen der Nachbargemeinden messen. Heute, 22 Jahre seit der Flucht, wären wir oder unsere Nachkommen mit der Bewirtschaftung der Höfe auch auf dem Laufenden gewesen. |
| Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971 |
| letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939) |
1) zugehörig zum ev. Ksp. Breitenstein ( zeitweise zum Ksp. Budwethen bzw. Rautenberg) 2) das Dorf existiert nicht mehr 3) Neu-Wischteggen ab 16.07.1938 umbenannt in Henndorf |
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Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de |